Im Verteidigungsministerium der USA laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die US-Militärs wollen mit allen Mitteln die undichte Stelle in den eigenen Reihen finden, die für die Veröffentlichung der Daten zum Afghanistankrieg verantwortlich ist.
US-Soldaten in der Provinz Kandahar
Foto: AFP
US-Soldaten in der Provinz Kandahar
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Washington –
Nach der Veröffentlichung von mehr als 90.000 Geheimberichten des US-Militärs sucht die amerikanische Regierung nach der undichten Stelle. „Wir werden alles unternehmen was notwendig ist, um herauszufinden, wer für das Datenleck verantwortlich ist“, kündigte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Geoff Morrell, in Washington an.
In der Regierung gebe es die Befürchtung, dass weitere geheime Informationen an die Öffentlichkeit gelangen könnten. Das sei derzeit nicht auszuschließen. Dem Ministerium zufolge wird die Bewertung der durch den Internetdienst Wikileaks veröffentlichten Dokumente Tage oder sogar Wochen dauern. Deshalb sei der Schaden für die Sicherheit des Landes derzeit noch nicht abzusehen.
Das auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Internetportal WikiLeaks hatte zehntausende geheime Unterlagen zum Afghanistan-Krieg veröffentlicht. Aus Aus den Berichten ergibt sich ein drastisches Bild des Krieges in Afghanistan. Die Geheimdokumente zum Einsatz belegen die Existenz eines US-Todeskommandos das gezielt Rebellen tötet, die Stärke der Taliban und die zwielichtige Rolle Pakistans. Aber auch Zehntausende Seiten können die Dimension des Krieges nur schwer fassbar machen.
"Diese Lecks stellen eine ernste Bedrohung der nationalen Sicherheit dar“, erklärte die zur Demokratischen Partei gehörende Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses, die einflussreiche US-Senatorin Dianne Feinstein. Feinstein forderte US-Verteidigungsminister Robert Gates auf, eine groß angelegte Untersuchung einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Bedeutung der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente zum Afghanistan-Krieg relativiert. Viele Dinge, die aus den Dokumenten bisher bekannt geworden seien, seien „nicht gänzlich überraschend“, sagte Guttenberg am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Allerdings müsse jetzt zunächst der Inhalt aller rund 92.000 Unterlagen gesichtet werden. Geprüft werde dabei auch, ob deutsche Sicherheitsinteressen betroffen seien.
Zu Berichten über die US-Spezialeinheit Task Force 373 sagte Guttenberg, die Existenz dieser Einheit sei „jedem Informierten“ und auch Fachjournalisten über Jahre hinweg bekannt gewesen. Die Bundesregierung gebe all ihr Wissen darüber auch an die Oppositionsparteien im Bundestag weiter. Die Unterrichtungen der Obleute sei aber aufgrund von Sicherheitserwägungen geheim.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg forderte eine klare Rechtsgrundlage für den Einsatz von Spezialkräften in Afghanistan. «Die haben wir derzeit international abgestimmt zu meiner Zufriedenheit noch nicht», sagte der CSU-Politiker am Montag in einem Interview des Fernsehsenders Phoenix.
Guttenberg betonte, dass deutsche Spezialkräfte in Afghanistan nur an Festnahmen beteiligt seien. «Das ist kein Geheimnis», sagte er. Die Praxis der gezielten Tötungen bezeichnete er dagegen als «Überspitzung».
Deutsche Soldaten in Nordafghanistan
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Deutsche Soldaten in Nordafghanistan
Doch am 16. Dezember 2009 geraten die Soldaten der 263- Isaf-Fallschirmjägerkompanie unter Beschuss.
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Taliban greifen mit Panzerfäusten an.
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Ein Reuters-Fotograf ist dabei.
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Eigentlich will er Bilder einer humanitären Aktion mitbringen.
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Es werden Bilder des Krieges.
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Die Minenräum-Aktion ist am 15. Dezember der Auftakt eines mehrtägigen Einsatzes, um die angespannte Lage im nördlichen Distrikt Chahar Dara in den Griff zu bekommen.
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An der Operation sind mehrere hundert deutsche Soldaten sowie afghanische Truppen und Polizisten beteiligt.
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Die Bundeswehr wird in Chahar Dara immer wieder von Aufständischen angegriffen, mehrere deutsche Soldaten wurden dort bereits getötet.
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Schon am Montag, 14. Dezember 2009, war die Schutzkompanie des Lagers in dem Gebiet unter massiven Beschuss geraten.
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Die Truppen waren ausgerückt, um eine Brücke zu reparieren, und wurden mit Mörsergranaten angegriffen.
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Die Bundeswehr-Soldaten feuerten mit schweren Maschinengewehren und Milan-Panzerabwehrraketen zurück. Verletzte gab es auf deutscher Seite nicht. Noch nicht.
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Chahar Dara liegt rund sieben Kilometer westlich des deutschen Feldlagers Kundus und ist inzwischen als Unruhe-Region berüchtigt.
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Die Bevölkerungszahl im Distrikt lag im Jahr 2006 bei 65.100 Menschen.
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Rund die Hälfte der Einwohner sind ethnische Paschtunen, ein Viertel sind Tadschiken, 12 Prozent Usbeken und acht Prozent Turkmenen.
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Die meisten Menschen leben in Dörfern oder auf Höfen im Nodwesten des Distrikts, am Südwestufer des Kundus-Flusses.
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Den Rest, also etwa 85 Prozent des Territoriums von Chahar Dara, machen unbewohnte Berge und Hügel aus.
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Ein ideales Versteck für Aufständische.
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Im Zuge der Taliban-Vertreibung im Jahr 2001, wurden weite bevölkerte Teile des Distrikts schwer beschädigt.
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Bis zum Jahr 2008 blieb es in der Gegend aber relativ friedlich.
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Bald darauf tauchten in Chahar Dara jedoch vermehrt Aufständische auf, Usbeken und Tschetschenen, die mutmaßlich Verbindungen zu Al-Kaida unterhielten.
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Allmählich entwickelte sich Chahar Dara zu ihrem Hauptquartier in der Provinz Kundus.
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Von hier aus operieren sie relativ ungestört und greifen dabei immer wieder die internationalen Aufbaukräfte an.
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Seit April 2009 unternehmen deutsche und afghanische Soldaten gemeinsame Anstrengungen, um die Präsenz und den Einfluss der Aufständischen in der Region zu mindern.
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Im Juli 2009 fand die bisher größte Militäraktion der deutschen Truppen im Land statt: Ihr Ziel war es, die militanten Kräfte aus dem Distrikt zu vertreiben.
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Die Aktion gilt als Flop: Es ist nicht gelungen, Chahar Dara von Taliban zu säubern.
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Der umstrittene Nato-Bombenangriff auf zwei Tanklastzüge, vom deutschen Oberst Georg Klein befohlen, fand ebenfalls im Distrikt Chahar Dara statt.
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Die Lage in der Region ist angespannt: Ein Bundeswehrsoldat des 391. Infanterie-Bataillon patroulliert am 14. Dezember im Dorf Chahar Dara.
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Ziviles Leben spielt sich vor der allgegenwärtigen Kulisse des Krieges ab: Ein Einheimischer passiert ein Fahrzeug der Bundedwehr mit seinen Kamelen und einem Esel.
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Ob die Aufbautrupps ihre jeweilige Aufgabe - den Bau von Brücken, das Räumen von Minen - unbeschadet erfüllen können, entscheidet sich jeden Tag aufs Neue.
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Jeden Moment kann es zu Gefechten kommen, die Soldaten müssen stets Kampfbereitschaft bewahren.
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Die Positionen der einheimischen Bevölkerung sind diffus.
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Wer ist ein Taliban? Wer nur ein Mitläufer? Wer ist den internationalen Truppen wohlgesonnen?
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Trotz des Misstrauens und ständiger Bedrohung: Bestimmte Gesten werden überall auf der Welt verstanden.
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Am Mittwoch, 16.Dezember, ereignet sich schließlich das, was die deutschen Soldaten hier schon so oft erlebt haben.
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Rund sieben Kilometer westlich des deutschen Feldlagers Kundus wird ihre Aufbauarbeit zunichte gemacht.
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Ein Bundeswehrsoldat wird beim Angriff auf eine Polizeistation schwer verletzt.
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Auch die Soldaten der deutschen Fallschirmjäger werden am 16. Dezember in ein Gefecht mit dem Feind verwickelt werden.
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Noch am Abend des 15. Dezembers vermutet das aber kaum jemand im Außenlager der Fallschirmjäger.
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Die Vorbereitungen laufen, am nächsten Morgen sollen in der Gegend Minen geräumt werden.
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Soldaten der 263. Fallschirmjägerkompanie der Isaf halten am selben Abend eine Besprechung dazu ab, wie die Minenräumaktion verlaufen soll.
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Danach gibt es Abendessen.
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...und mit eigener Beleuchtung.
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Noch in der Nacht gehen die Vorbereitungen für die Arbeiten am darauffolgenden Tag los.
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Was sie am kommenden Tag erwartet, wissen die Soldaten in diesen Minuten noch nicht.
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Auch nicht der Reuters-Fotograf Fabrizio Bensch, der die Truppen seit Tagen bei ihrer Arbeit im Distrikt begleitet.
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Im Zuge der Minenräumungsaktion geraten die Soldaten dann am Mittwoch ins Fegefeuer.
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Sie müssen ihre Arbeit abbrechen, um sich zu verteidigen.
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Der Feind ist unsichtbar, wieviele Aufständische angreifen, ist nicht bekannt.
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Es bleibt wenig Zeit, um die Kampfhandlungen zu koordienieren.
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In Deckung gehen und Opfer vermeiden, ist die Devise.
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Die Aufständischen feuern mit Panzerfäusten und Gewehren.
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Deutsche und Afghanen erwidern das Feuer, das Gefecht dauert etwa eine 45 Minuten. Die Soldaten fordern auch Luftunterstützung an.
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Ein Kampfflugzeug vom Typ F-15 überfliegt die Szene des Feuerkampfs, um die Aufständischen abzuschrecken.
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Der Pilot macht jedoch keinen Gebrauch von seinen Waffen.
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Die Bundeswehr besetzt schließlich eine strategisch wichtige Anhöhe, und das Gefecht ebbt ab.
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Sie kommen nach Chahar Dara, nahe Kundus, um Minen zu räumen.
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Trauer um deutsche Soldaten
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Trauer um deutsche Soldaten
Drei deutsche Soldaten sterben am 23. Juni 2009: in der nordafghanischen Region Kundus in Folge eines Gefechts. Beim Ausweichen kommt ein Transportpanzer Fuchs beim Rückwärtsfahren von der Fahrbahn ab und überschlägt sich in ein Flussbett. Auch Verteidigungsminsiter Franz Josef Jung verabschiedete sich von seinen Soldaten.
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Bilder des Hauptgefreiten Alexander S., der Hauptgefreiten Oleg Melling und des Obergefreiten Martin B. bei der Trauerfeier in Bad Salzungen.
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Bei einem Sprengstoffanschlag nahe der nordafghanischen Stadt Kundus reißt ein Selbstmordattentäter am 20. Oktober 2008 zwei Bundeswehrsoldaten, den Stabsunteroffizier Patrick Behlke und den Stabsgefreiten Roman Schmidt, mit in den Tod. Bundeswehrsoldaten nehmen in Kundus Abschied von den getöteten Kameraden.
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Auf dem Airfield von Kundus werden die Särge der getöteten Soldaten in eine Maschine der Bundeswehr gebracht. Die Getöteten gehörten zum Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken.
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In Zweibrücken nehmen Kameraden der getöteten Soldaten die Särge in Empfang. Für die Kaserne ist es leider nicht der erste Trauerfall dieser Art.
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Bundeswehrsoldaten tragen in Danewitz bei Biesenthal bei der Beisetzung des 25-jährigen Stabsunteroffiziers Patrick Behlke die Urne, den Helm und seine militärischen Orden zum Grab.
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Nur wenige Wochen zuvor, am 27. August 2008, war eine Patrouille der Bundeswehr in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus in eine Sprengfalle geraten. Hauptfeldwebel Mischa Meier erlag seinen Verwundungen, drei weitere Soldaten wurden verletzt. Auch Meier war in Zweibrücken stationiert.
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Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung während einer Trauerfeier für den getöteten Soldaten in der Heilig-Kreuz-Kirche in Zweibrücken vor dem in der Mitte aufgebahrten Sarg des Verstorbenen vorbei.
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Ein Jahr zuvor. Die Ehrenformation der Bundeswehr steht neben den Särgen von drei in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten in Köln in der Trauerhalle.
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Die drei deutschen Soldaten und fünf afghanische Zivilisten waren am 19.05.2007 bei einem Selbstmordanschlag in der nordafghanischen Stadt Kundus getötet worden. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zur Tat.
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Bei einem Bombenanschlag in der Nähe von Kabul kommen am 15. August 2007 drei deutsche Polizisten ums Leben. Es sind Kriminaloberkommissar Jörg Ringel, Polizeiobermeister Alexander Stoffels und Polizeiobermeister Mario Keller. Verwandte der getöteten Polizisten bei der Ankunft der Särge auf dem Flughafen Berlin-Tegel.
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Viele Menschen stehen bei der Trauerfeier für die ermordeten deutschen Polizisten vor dem Berliner Dom.
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Verteidigungsminister Jung hält auf dem militärischen Teil des Flughafens in Köln neben den Bildern der Gefallenen seine Trauerrede.
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Für die Anghörigen von Hauptmann Matthias Standfuß, Oberfeldwebel Michael Neumann und Hauptfeldwebel Michael Diebel bedeuten seine Worte nur wenig Trost.
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Ein Bild des Bundeswehrsoldaten Michael Diebel, der bei dem Selbsmordanschlag in Kundus getötet wurde, steht in der evangelischen Kirche im südhessischen Crumstadt bei Darmstadt für eine stille Andacht.
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Soldaten des Wachbataillon stehen zu Ehren der beiden am 25. Juni 2005 in Afghanistan bei einer Explosion getöteten Bundeswehrsoldaten auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Wahn.
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Hauptfeldwebel Andreas Heine und Oberfeldwebel Christian Schlotterhose sowie sechs Afghanen kommen bei einem Anschlag in Rustaqu nordöstlich von Kundus ums Leben.
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In Kabul werden am 7. Juni 2003 bei einem Selbstmordattentat vier Bundeswehrsoldaten getötet. Es handelt sich dabei um Stabsunteroffizier Jörg Baasch, Oberfähnrich Andreas Beljo, Feldwebel Helmi Jimenez-Paradis und Oberfeldwebel Carsten Kühlmorgen.
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Kameraden der getöteten Bundeswehrsoldaten, die bei dem in Kabul verübten Selbstmordattentat auf einen Bus ums Leben kamen, verabschieden sich bei einer Trauerfeier auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn von den Toten.
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21. Dezember 2002: Bei einem Hubschrauber-Absturz in Kabul werden sieben Bundeswehrsoldaten getötet. Es ist das schwerste Unglück bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Ursache ist ein Materialfehler.
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Bundeswehrsoldaten tragen einen Sarg auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Wahn. Die bei dem Hubschrauberabsturz in Kabul getöteten sieben Bundeswehrsoldaten wurden in mit der Deutschlandfahne verhüllten Särgen überführt.
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Beim Bundeswehreinsatz am Hindukusch sind bislang mehr als 30 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Nicht alle sind namentlich bekannt. Auch die Todesursache wurde nicht immer öffentlich. Lange war sogar überhaupt nicht von Gefallenen die Rede.
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Ströbele fordert Aufklärung über Eliteeinheit
Nach der Veröffentlichung von Geheimdokumenten zum Afghanistan-Einsatz hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele mehr Aufklärung verlangt. Er wolle «die Wahrheit über das lesen, was die Bundeswehr konkret in Afghanistan treibt», sagte Ströbele der «Neuen Presse».
Er bemühe sich bereits seit einem halben Jahr zu erfahren, welche geheimen Kommandoaktionen von der Bundeswehr unterstützt würden. «Und vor allem, was die Operationstruppe TF 47 der Bundeswehr dort macht.» Dies sei eine geheim arbeitende Eliteeinheit. Ströbele ist auch Mitglied des parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste.
Die Veröffentlichung von tausenden überwiegend geheimen US-Militärdokumenten hat in Deutschland die Debatte über den Einsatz von Spezialkräften wieder angeheizt. Die Protokolle enthalten Informationen über den Einsatz der US-Spezialeinheit «Task Force 373», die auch im Zuständigkeitsbereich der Bundeswehr in Nordafghanistan stationiert ist und der auch die gezielte Tötung im Einzelfall erlaubt sein soll.
Ströbele begrüßte die Veröffentlichung der militärischen Geheimdokumente im Internet. «Es wird rund um den Krieg in Afghanistan viel zu viel nicht nur geheim gehalten, sondern auch gelogen. Die Wahrheit bleibt wieder einmal auf der Strecke», beklagte er der Zeitung.