Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre Pläne zur Einführung einer Zuschussrente für Geringverdiener verteidigt. „Die eigene Rente muss der Lohn für die eigene Lebensleistung bleiben“, sagte von der Leyen am Donnerstag im Bundestag. Frauen, die Kinder erzogen hätten, und Geringverdiener fragten sich aber zu Recht, ob sie am Ende eine eigene Rente hätten. „An diese Schwachstelle müssen wir ran.“ Deshalb werde sie in dem anstehenden Rentendialog vorschlagen, eine Zuschussrente einzuführen.
Durch die Zuschussrente sollen die Altersbezüge von Geringverdienern auf 850 Euro steigen. Voraussetzung soll eine 45-jährige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung sein, bei der aber Schuljahre ab dem 17. Lebensjahr, Ausbildung-, Studien- und Krankheitszeiten sowie Phasen von Arbeitslosigkeit und Schwangerschaft angerechnet werden. Zugleich sollen 35 Pflichtbeitragsjahre für die Rentenversicherung nachgewiesen werden müssen. Für Menschen, die schon bald in Rente gehen, sollen zunächst kürzere Pflichtzeiten gelten.
Weitere Voraussetzung ist eine private Altersvorsorge wie die Riester-Rente. Die Botschaft der Reform müsse sein, dass Arbeit sich lohne und private Vorsorge sich in diesem Fall zusätzlich lohne, sagte von der Leyen in der Bundestagsdebatte. (afp)
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