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25. Dezember 2012

Gewalt Medien: Bischof kritisiert Gewalt in Medien

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, spricht am 25.12.2012 bei seiner Weihnachtspredigt im Münster in Freiburg. Foto: dpa

Sind die Medien Schuld an der Verrohung der Gesellschaft? Machen Filme und Computerspiele gewalttätig und aggressiv? Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sagt Ja und kritisiert auch das Internet.

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat den Massenmedien eine Mitschuld an der Verrohung der Umgangsformen zugewiesen. „Wir brauchen gar nicht nach Amerika zu gehen, um Amokläufe zu erleben“, sagte der katholische Erzbischof am Dienstag in seiner Weihnachtspredigt in Freiburg laut Redetext. „Menschliche Aggression zeigt sich auch bei uns nahezu täglich: ob als häusliche Gewalt, ob auf Straßen und Plätzen“, kritisierte Zollitsch.

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat in seiner Weihnachtspredigt die zunehmende Gewalt in Schulen und Fußballstadien angeprangert.

Er fuhr fort: „In einem Land, in dem Fernsehsender sogar an Weihnachten stundenlang Action-Streifen und brutale Thriller ausstrahlen, wo Scharfschützen- und Gangster-Filme am Fest der Liebe und des Friedens viele Wohnzimmer beherrschen, darf uns das eigentlich nicht überraschen.“ Der Freiburger Erzbischof kritisierte auch das Internet, wo unter dem Deckmantel der Anonymität „Menschen verleumdet und entwürdigt“ würden.

„Wir dürfen nicht übersehen: Gewalt beginnt bereits mit verbaler Entgleisung und hasserfülltem Reden“, sagte Zollitsch. Worte könnten „zerstörerisch, ja tödlich wirken“. Vor dem Bundestagswahljahr 2013 mahnte Zollitsch auch die Politiker zu einem fairen Umgang miteinander. Es führe zu Verwundungen, „wenn der politische Gegner zum Feind gemacht wird und die Diskussion nicht mehr der Sache dient, sondern der Demontage des Kontrahenten“.

Zollitsch hob in seiner Predigt die Aussöhnung mit Frankreich hervor. „Als Kind musste ich selbst brutal erleben, was Krieg, Vertreibung und Flucht bedeuten. Umso dankbarer bin ich, dass Versöhnung und Frieden in Europa tatsächlich möglich wurde.“ Dieses Gut dürfe nicht im Streit um die umstrittenen Euro-Rettungspakete infrage gestellt werden. „Was wir alle ersehnen: ein Europa als Gemeinschaft aus vielen Völkern, Nationen und Sprachen, das auch in finanziell und wirtschaftlich schwierigen Zeiten getragen ist von Solidarität und Frieden“, sagte der Erzbischof. (afp/dpa)

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