Havanna. Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro hat in seiner ersten Kolumne seit Mitte Dezember dem neuen US-Präsidenten Barack Obama "noble Absichten" bescheinigt.
Allerdings müsse Obama noch viele Fragen beantworten, schrieb Castro in einem am Donnerstag auf der staatlichen Internetseite www.cubadebate.cu erschienenen Beitrag.
So sei ungeklärt, wie ein auf Konsum und Verschwendung gründendes System die Umwelt schützen könne. Castro schrieb, er habe mit der argentinischen Präsidentin Christine Fernandez zum Abschluss ihres dreitägigen Kuba-Besuch über seine Bewunderung für Obama gesprochen.
Obama ist der elfte US-Präsident, mit dem Castro es seit der kubanischen Revolution von 1959 zu tun hat.
Obama hat die Absicht bekundet, die Beziehungen zu Kuba zu verbessern, will aber das seit 46 Jahren bestehende Wirtschaftsembargo gegen die Karibikinsel nicht aufheben.
Castro war 2006 nach einer Darmoperation, von deren Folgen er sich bis heute nicht erholt hat, zurückgetreten und hat die Amtsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Raul übertragen.
Das wochenlange Schweigen des 82-jährigen Alt-Revolutionärs, der sich im vergangenen Jahr durchschnittlich neunmal pro Monat mit Kolumnen zu Wort gemeldet hatte, löste Spekulationen aus, dass er im Sterben liege.
Dem hatte Raul Castro mit der Bemerkung widersprochen, er würde sich nicht auf einen Europabesuch vorbereiten, wenn sein Bruder mit dem Tod ringe.
Fernandez zufolge hat Fidel Castro die Amtseinführung Obamas am Dienstag am Fernseher verfolgt. (rtr)
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Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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