Die Beteiligung für die Hessenwahl, so die Vermutung, ist höher als einige Wochen nach der Bundestagswahl.
Dass diese Überlegung wirklich den Ausschlag gab für die Entscheidung der schwarz-gelben hessischen Landesregierung, darf bezweifelt werden. Als die Linke und einzelne Sozialdemokraten die Zusammenlegung im vergangenen Jahr ins Spiel brachten, war kein begeistertes Echo aus Staatskanzlei und Ministerien zu vernehmen. All die späteren Termine – möglichst weit weg von der Bundestagswahl – die die Wiesbadener Regierung nun ungeeignet findet, blieben lange im Spiel. Aber jetzt gibt es den Steinbrück-Effekt zulasten der SPD. Die FDP wittert nach Niedersachsen Morgenluft. Und der laut Umfragen als kompetent geltende, aber unbeliebte CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier will etwas vom Glanz der Kanzlerin abhaben.
Der Verlierer ist der Föderalismus. Denn die Antwort auf schwache Beteiligungen bei Landtagswahlen kann es doch nicht sein, sich an den Bund anzuhängen. Im Gegenteil: Landespolitiker müssten offensiv darstellen, worin ihr Gestaltungsspielraum liegt und wie sie ihn nutzen. Vielleicht hat man in Hessen genau davor Angst.
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.