Seit der Präsidentenwahl kam es im Iran immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Ein Rückblick:
12. Juni: Der ultrakonservative Präsident Mahmud Ahmadinedschad erreicht nach offiziellen Angaben fast 62 Prozent der Stimmen, der reformorientierte Mir Hussein Mussawi nur knapp 34 Prozent.
15. Juni: Mussawi spricht von Wahlbetrug, Hunderttausende versammeln sich in Teheran zur größten Protestkundgebung im Iran seit 30 Jahren. In den Folgetagen sterben nach offiziellen Angaben mindestens 7 Menschen, andere Berichte gehen von 15 Toten aus. Trotz Polizeigewalt weiten sich die Proteste aus.
20. Juni: Nachdem der Ajatollah Ali Chamenei am Vortag die Rechtmäßigkeit der Wahl betont, kommt es in Teheran zu den vorläufig blutigsten Folgen. Staatsmedien berichten von mindestens 10 Toten, Oppositionelle sprechen von über 40 Toten im ganzen Land. Im Internet taucht ein Video auf, das den Tod der Studentin Neda zeigt.
1. August: Rund 100 Menschen müssen sich vor Gericht wegen der Teilnahme an verbotenen Demonstrationen verantworten. Darunter befinden sich auch Ausländer wie die Französin Clothilde Reiss.
10. Oktober: Von den zeitweise über 4000 festgenommenen Demonstranten werden drei Regimegegner zum Tode verurteilt.
4. November: In Teheran kommt es am Rande einer offiziellen Kundgebungen zum 30. Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft erneut zu Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei, 109 Menschen werden in Haft genommen.
7. Dezember: Oppositionsanhänger nutzen eine staatliche Kundgebung, um trotz Demonstrationsverbot auf die Straße zu gehen. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, dutzende Menschen werden verletzt und festgenommen.
20. Dezember: Der regimekritische Großajatollah Hussein Ali Montaseri stirbt im Alter von 87 Jahren. In den nächsten Tag kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften. 27. Dezember: Mindestens acht Menschen sterben bei Anti- Regierungsdemonstrationen, unter anderem auch der Neffe von Oppositionsführer Mussawi. In unbestätigten Berichten ist sogar von 15 Toten die Rede. Mindestens 300 Menschen werden festgenommen. (dpa)
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Damir Fras ist unser US-Korrespondent
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