Washington. Im Kampf gegen illegale Einwanderung und Kriminalität schickt US-Präsident Barack Obama vorübergehend 1600 Soldaten an die Grenze zu Mexiko. Die Truppen der Nationalgarde sollen im Kampf gegen den Drogenschmuggel und bei der Ausbildung helfen, bis die Grenzpolizei aufgestockt werden könne, teilte die Regierung am Dienstag (Ortszeit) mit.
Die Nationalgarde ist eine Reservetruppe der US-Armee und wird häufig bei Katastrophen im eigenen Land eingesetzt. George W. Bush hatte die Nationalgarde 2006 bereits vorübergehend an der Grenze zu Mexiko eingesetzt.
Obama steht nun unter Druck der Republikaner wie auch der Demokraten, die Grenze besser zu schützen. Hintergrund ist der seit Jahren anhaltende, erbitterte Streit in den USA über den Umgang mit illegal Eingewanderten und dem von einem Drogenkrieg erschütterten Nachbarland.
Angesichts der Länge der Grenze von rund 3200 Kilometern zeigte sich der Sheriff des Landkreises Cochise im Bundesstaat Arizona, Larry Dever, unbeeindruckt von den zusätzlichen Soldaten: "Das entspricht etwa einem alle zwei Meilen." Die beiden republikanischen Senatoren des Bundesstaates, darunter der ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain, wollen Obama per Gesetz zwingen, die Zahl der Soldaten auf 6000 aufzustocken. (rtr)
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Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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