Bagdad/Hilla. Eine Selbstmordattentäterin hat am Freitag im Irak 31 Frauen und Kinder mit in den Tod gerissen. Die Terroristin mischte sich in der Nähe der Ortschaft Al-Iskanderija unter eine Gruppe von Frauen, die sich mit ihren Kindern zu Fuß auf den Weg zum Schrein des Imams Hussein in Kerbela gemacht hatten. Dann zündete sie ihren Sprengstoffgürtel. Nach Angaben der Polizei wurden 35 weitere Menschen verletzt. Al-Iskandarija gehört zu einer Region südlich von Bagdad, die vor zwei Jahren noch "das Todesdreieck" genannt wurde, weil damals Aufständische und Terroristen dort viele Anschläge verübten.
Wie die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, starben am Freitag außerdem zwei Jungen, als eine Landmine neben einem Fußballplatz in Al-Iskanderija detonierte. Bereits am Donnerstag war in Kerbela unweit der Imam-Hussein-Moschee ein Sprengsatz detoniert. Zehn Pilger starben. 56 Menschen erlitten Verletzungen.
Die Schiiten gedenken in diesen Tagen des Todes des von ihnen verehrten Hussein im Jahr 680. Die Feierlichkeiten zum "Arbaien" (der 40. Tag nach seinem Tod) in Kerbela erreichen am kommenden Montag ihren Höhepunkt.
Das Verteidigungsministerium in London gab derweil den Tod eines britischen Soldaten im Irak bekannt, der am Donnerstag durch einen Schusswechsel auf dem Gelände des britischen Militärstützpunktes in der Stadt Basra ums Leben gekommen war. Zu Täter und Motiv machte das Ministerium keine Angaben. (dpa)
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