Die Diplomaten der USA, Russlands, Frankreichs und des Irans haben einen Durchbruch im Atomstreit erzielt. Das am Mittwoch am Sitz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien ausgehandelte Abkommen sieht vor, dass der Iran drei Viertel seines bisher angereicherten Urans zur Aufbereitung nach Russland transportiert. Danach soll das Uran in einem anderen Staat zu Brennstäben für einen Forschungsreaktor bei Teheran umgewandelt werden.
Es geht um 1200 Kilo Uran, das die Iraner bislang zu weniger als fünf Prozent mit dem Isotopen U-235 angereichert haben. Das Endprodukt soll 19,75 Prozent U-235 enthalten, was für den Betrieb des iranischen Forschungsreaktors reicht, aber von waffenfähigem Spaltmaterial (mindestens 85 Prozent U-235) weit entfernt ist.
Die Vereinbarung gilt vorläufig "ad referendum", das letzte Wort haben die Regierungen. IAEA-Generalsekretär Mohamed El-Baradei ist zuversichtlich, dass die auf diplomatischer Ebene getroffene Einigung bis Freitag in den Hauptstädten gebilligt wird.
Um die Herstellung der Brennstäbe bewirbt sich die französische Firma Areva - Teheran will sich jedoch noch nicht festlegen.
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