Die Diplomaten der USA, Russlands, Frankreichs und des Irans haben einen Durchbruch im Atomstreit erzielt. Das am Mittwoch am Sitz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien ausgehandelte Abkommen sieht vor, dass der Iran drei Viertel seines bisher angereicherten Urans zur Aufbereitung nach Russland transportiert. Danach soll das Uran in einem anderen Staat zu Brennstäben für einen Forschungsreaktor bei Teheran umgewandelt werden.
Es geht um 1200 Kilo Uran, das die Iraner bislang zu weniger als fünf Prozent mit dem Isotopen U-235 angereichert haben. Das Endprodukt soll 19,75 Prozent U-235 enthalten, was für den Betrieb des iranischen Forschungsreaktors reicht, aber von waffenfähigem Spaltmaterial (mindestens 85 Prozent U-235) weit entfernt ist.
Die Vereinbarung gilt vorläufig "ad referendum", das letzte Wort haben die Regierungen. IAEA-Generalsekretär Mohamed El-Baradei ist zuversichtlich, dass die auf diplomatischer Ebene getroffene Einigung bis Freitag in den Hauptstädten gebilligt wird.
Um die Herstellung der Brennstäbe bewirbt sich die französische Firma Areva - Teheran will sich jedoch noch nicht festlegen.
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.