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12. Januar 2012

Israelischer Geheimdienst Mossad: Die Einsätze des Instituts

 Von Peter Rutkowski
Hamas-Funktionär Mahmoud al-Mabhou kurz vor seiner Ermordung 2010 in einem Hotel in Dubai. Die Männer hinter ihm sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Killer des Mossad.  Foto: REUTERS

Er gilt als der schlagkräftigste Geheimdienst der Welt: der israelische Mossad. Hinter den frommen Leitsprüchen des "Instituts" steckt eine Organisation, die ihre Feinde gnadenlos und ohne Skrupel zur Strecke bringt.

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Der israelische Auslandsgeheimdienst, das „Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben“ – kurz: der Mossad – hat sich in seiner relativ kurzen Geschichte schon mehr als ein Motto gegeben: „Durch weise Führung kannst du Krieg führen“ oder „Durch Täuschung sollst du Krieg führen“. Und „Wo es keine Führung gibt, versagt eine Nation, aber eine Vielzahl an Beratern gibt Sicherheit“. Alles Bibelzitate. Aber so bibelfest der „haMosad leModi’in uLeTafkidim Mejuchadim“, das „Institut“, auch erscheinen mag – seit seiner Gründung hat er sich als so professionell wie skrupellos erwiesen. Viele Kenner der Szene betrachten ihn als den besten Geheimdienst der Welt.

Das verdankt er vornehmlich seinen vielen spektakulären Einsätzen, von denen manche auf das schweigende Wohlwollen westlicher Nationen trafen, manche auf deren Missbilligung, wenige auf offene Ablehnung und viele auf pure Verwunderung. Letzteres, weil sie sich nicht selten wie von Thrillern abgekupfert darstellen. Auch wenn es wohl eher umgekehrt ist.

Der international bekannteste Einsatz war die Entführung des NS-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann aus Argentinien im Mai 1960. Eichmann, der als Teilnehmer an der Wannseekonferenz 1942 direkt für den Holocaust mitverantwortlich war, wurde in Jerusalem vor Gericht gestellt, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der Mossad war es aber auch, der vier Jahre zuvor als einziger die Geheimrede Nikita Chruschtschows über die Verbrechen Stalins aufspürte und an die New York Times weiterleitete.

Blutiger Damokles

Blutiger nahm sich die „Operation Damokles“ 1962 aus, als mit Hilfe eines infiltrierten Westdeutschen Briefbomben an deutsche Raketenkonstrukteure verschickt wurden, die von Ägypten angeworben worden waren. Der Mossad bestach auch Firmen, um an Konstruktionspläne für Triebwerke zu gelangen, verleitete einen syrischen Piloten dazu, samt seinem neuen Düsenjäger überzulaufen, stahl Schnellboote, Frachter voller Nuklearmaterial und komplette Radarstationen samt Personal. Außerdem versorgte er russische Juden in der Sowjetunion mit religiösen Gegenständen und beförderte ihre Nachrichten.

Spätestens seit Steven Spielbergs Film „ Munich“ aber kennt man die dunkle Seite des Mossad: die Vergeltungsaktionen verschiedener Kommandos gegen Führer der PLO, die für das Massaker an israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen 1972 in München verantwortlich waren. Kein Wunder, dass bis heute die Agenten-Memoiren, die dem Film zugrunde liegen, vom Mossad bestritten werden.

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