Washington. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf die armen Länder gewarnt. Nach den Industrienationen und den aufstrebenden Staaten würden nun in einer dritten Welle auch die ärmsten Länder hart von der Krise getroffen.
Dadurch würden bereits erreichte wirtschaftliche Fortschritte gefährdet, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Dienstag in Washington. Außerdem drohten humanitäre Katastrophen. Strauss-Kahn forderte die internationale Gemeinschaft auf, "rasch und großzügig zu handeln, um die potenziell verheerenden Effekte der Krise auf die verwundbarsten Länder zu verhindern".
Nach Angaben Strauss-Kahns stehen in den armen Ländern Hauptentwicklungsziele wie Wirtschaftswachstum, Verringerung der Armut und größere politische Stabilität, die in den vergangenen zehn Jahren vielerorts erreicht worden seien, auf dem Spiel. Laut einer IWF-Studie sind mehr als 20 dieser Länder durch die Krise gefährdet. Zusätzlich mindestens 25 Milliarden Dollar seien in diesem Jahr nötig, um den am schwersten betroffenen Staaten mit Krediten zu helfen. (dpa)
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