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23. März 2016

Jemen: UN kündigt Waffenruhe im Jemen an

Kriegsgebiet: Ein Panzer der jemenitischen Truppe schießt während eines Gefechtes mit Huthi-Rebellen.  Foto: AFP

Ab dem 10. April soll im Jemen einen Waffenruhe gelten. Darauf haben sich die Konfliktparteien nach Angaben der Vereinten Nationen geeinigt. Danach soll es Friedensgespräche in Kuwait geben. Erst gab es in dem Land ein Luftangriff durch das US-Militär auf vermeintliche Islamisten.

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Die Konfliktparteien im Jemen haben sich nach Angaben der Vereinten Nationen auf eine Waffenruhe ab dem 10. April verständigt. Am 18. April sollen dann in Kuwait die Friedensgespräche zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthi-Rebellen wieder aufgenommen werden, wie der UN-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed am Mittwoch in New York mitteilte.

"Die Konfliktpartien haben sich auf eine landesweite Einstellung der Kampfhandlungen ab dem 10. April - vor der kommenden Runde der Friedensgespräche - geeinigt, die am 18. April in Kuwait stattfindet", sagte Ould Cheikh Ahmed. Nach ausführlichen Beratungen mit den Konfliktparteien habe er die Zusicherung erhalten, dass "alle Parteien" an den Friedensgesprächen teilnähmen.

Die schiitische Huthi-Miliz hatte Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 fliegt eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens Luftangriffe im Jemen, um die vom Iran unterstützten Rebellen zurückzudrängen und Hadi zu ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit dem saudiarabischen Eingreifen etwa 6300 Menschen getötet. Bisherige Friedensverhandlungen verliefen erfolglos, eine Mitte Dezember in Kraft getretene Feuerpause scheiterte.

Bei einer Attacke von US-Kampfbombern in der südöstlichen Region Hadramaut wurden mindestens 40 Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. 25 Extremisten seien bei dem Angriff in der südöstlichen Region Hadramaut am Dienstag zudem verletzt worden, erklärten die Provinzregierung und Stammesvertreter. Dem US-Verteidigungsministerium zufolge galt der Luftangriff einem Trainingslager, das von "mehr als 70" Islamisten genutzt worden sei.

Das Pentagon sprach in einer ersten Stellungnahme von "dutzenden Toten". Einem Stammesvertreter zufolge waren die Opfer neue Rekruten von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap).

Die USA greifen die Al-Kaida-Kämpfer im Jemen regelmäßig mit Drohnen an, oftmals werden dabei Fahrzeuge bombardiert. Aqap wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht, unter anderem bekannte sich die Gruppe zu dem Angriff auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Januar 2015. (afp)

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