Entgegen der Waffenstillstandsvereinbarung für Georgien stockt der russische Truppenabzug. Nach ersten Berichten der georgischen Regierung, wonach der Rückzug aus Gori am Donnerstagmorgen begann, hieß es kurz darauf, russische Einheiten rückten wieder in die Stadt ein. Sie hätten gezielt Radaranlagen zerstört. Auch in die Hafenstadt Poti seien die Soldaten zurückgekehrt. Der Generalstab in Moskau bestätigte die Präsenz der Truppen in Poti. Die russische Friedenstruppe habe das Recht, dort zu sein, erklärte das Militär. Bedenken äußerte Moskau zu den Hilfslieferungen der USA an den Kriegsgegner.
Russische Militärfahrzeuge wurden auch vor der westgeorgischen Stadt Sugdidi gesehen. Ein Fotograf beobachtete etwa 100 Fahrzeuge, darunter viele Panzer.
Nach zweitägiger Unterbrechung nahm der britische Mineralölkonzern BP eine Gaspipeline durch Georgien wieder in Betrieb. Zwei weitere Leitungen sind derzeit noch geschlossen.
Rund 150 000 Menschen benötigen in der Region Hilfe. Laut der EU-Kommission gibt es in den Städten Georgiens rund 60 000 Hilfsbedürftige. Jeweils 45 000 Menschen lebten unter schwierigen Bedingungen in Südossetien und in Abchasien. ap/rtr/dpa
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