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Kein politisches Comeback: Berlusconi will nicht in die Politik zurückkehren

Silvio Berlusconi will nicht mehr für das Amt des italienischen Ministerpräsidenten kandidieren. Das hat er in einem Interview mit der "Financial Times" klargestellt und damit Gerüchten über ein politisches Comeback widersprochen. Er sei "zur Seite getreten", so Berlusconi, "und das mit Eleganz".


Foto: AFP

Silvio Berlusconi hat Spekulationen über seine neuerliche Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten eine Absage erteilt. Er ziehe sich aus der italienischen Spitzenpolitik zurück, erklärte Berlusconi der „Financial Times“. Es war sein erstes Interview überhaupt nach seinem Rücktritt. „Ich bin zur Seite getreten, sogar in meiner eigenen Partei.“ wird Berlusconi in dem Blatt zitiert.

Berlusconi war im November wegen des Drucks der Finanzmärkte auf Italien als Regierungschef zurückgetreten - für seinen Nachfolger Mario Monti fand Berlusconi lobende Worte. In dem Interview lobte er Montis Pläne für eine Arbeitsmarktreform.

"Medienkampagne" nach "Bunga Bunga"-Partys

Er selbst sei wegen der nationalen und internationalen Medienkampagne zurückgetreten, die ihn persönlich für die finanziellen Probleme Italiens verantwortlich gemacht habe, sagte Berlusconi. „Mit Verantwortungsbewusstsein und trotz einer Mehrheit in beiden Häusern des Parlaments ....bin ich zur Seite getreten und das mit Eleganz.“
Gleichzeitig beschwerte sich Berlusconi im Gespräch mit der „FT“ über die Art der Berichterstattung rund um seine sogenannten „Bunga-Bunga-Parties“, sowie „linke Beamte“, die ihn vor Gericht verfolgten.

Berlusconi kündigte an, für die Wahl nach der Amtszeit der Krisenregierung Monti den ehemaligen Justizminister Angelino Alfano unterstützen zu wollen. Allerdings werde seine Partei "Volk der Freiheit" in internen Vorwahlen seinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen. (dapd)

Datum:  3 | 2 | 2012
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