Silvio Berlusconi hat Spekulationen über seine neuerliche Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten eine Absage erteilt. Er ziehe sich aus der italienischen Spitzenpolitik zurück, erklärte Berlusconi der „Financial Times“. Es war sein erstes Interview überhaupt nach seinem Rücktritt. „Ich bin zur Seite getreten, sogar in meiner eigenen Partei.“ wird Berlusconi in dem Blatt zitiert.
Berlusconi war im November wegen des Drucks der Finanzmärkte auf Italien als Regierungschef zurückgetreten - für seinen Nachfolger Mario Monti fand Berlusconi lobende Worte. In dem Interview lobte er Montis Pläne für eine Arbeitsmarktreform.
"Medienkampagne" nach "Bunga Bunga"-Partys
Er selbst sei wegen der nationalen und internationalen Medienkampagne zurückgetreten, die ihn persönlich für die finanziellen Probleme Italiens verantwortlich gemacht habe, sagte Berlusconi. „Mit Verantwortungsbewusstsein und trotz einer Mehrheit in beiden Häusern des Parlaments ....bin ich zur Seite getreten und das mit Eleganz.“
Gleichzeitig beschwerte sich Berlusconi im Gespräch mit der „FT“ über die Art der Berichterstattung rund um seine sogenannten „Bunga-Bunga-Parties“, sowie „linke Beamte“, die ihn vor Gericht verfolgten.
Berlusconi kündigte an, für die Wahl nach der Amtszeit der Krisenregierung Monti den ehemaligen Justizminister Angelino Alfano unterstützen zu wollen. Allerdings werde seine Partei "Volk der Freiheit" in internen Vorwahlen seinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten auswählen. (dapd)
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.