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19. April 2013

Kein Sprengstoff: Aufregung um verdächtigen Brief an Gauck

 Von Andreas Kopietz und Holger Schmale
Die Flagge weht am 19.04.2013 in Berlin über dem Dach von Schloss Bellevue. Im Bundespräsidialamt war ein sprengstoffverdächtiger Brief entdeckt und im Garten des Schlosses kontrolliert gesprengt worden.  Foto: dpa

In der Poststelle des Schloss Bellevue entdecken Mitarbeiter einen verdächtigen Brief, Ermittler sprengen ihn im Park. Jetzt stellt sich heraus: Der Inhalt war wohl doch nicht gefährlich.

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In der Poststelle des Schloss Bellevue entdecken Mitarbeiter einen verdächtigen Brief, Ermittler sprengen ihn im Park. Jetzt stellt sich heraus: Der Inhalt war wohl doch nicht gefährlich.

Berlin –  

Sprengstoffalarm im Berliner Schloss Bellevue: In der Poststelle des Bundespräsidialamtes ist am Freitag ein Brief eingegangen, der beim routinemäßigen Röntgentest eine versteckte Bombe vermuten ließ. Auch ein zweiter Test ergab Hinweise darauf, dass es sich bei einem Pulver in dem Brief um die hochexplosive Substanz HMTD handeln könnte. Der Brief wurde daraufhin im hinteren Teil des Parks von Schloss Bellevue kontrolliert gesprengt. Am Abend erklärte jedoch das Bundesinnenministerium, der Anfangsverdacht habe sich nicht bestätigt. Die Ermittler des Bundeskriminalamtes hätten keinen Sprengstoff in der Postsendung gefunden.

Gauck reagierte gelassen

Am Nachmittag hatte es noch geheißen, es habe durchaus eine konkrete Gefahr bestanden. Bei dem entdeckten Pulver handle es sich nicht um Schwarzpulver, sondern um „eine wirkungsvollere Substanz“, wie einer der Ermittler sagte. Die Substanz hätte genügt, einem Menschen die Hände wegzusprengen. Wie es zu dem Fehlalarm kommen konnte, war bis zum Abend noch völlig unklar.

Gauck hatte sich nach Angaben seines Sprechers zum Zeitpunkt der Entdeckung und Sprengung des Briefes nicht an seinem Amtssitz aufgehalten. Er sei aber umgehend über den Vorfall informiert worden und habe gelassen reagiert. Für die Mitarbeiter des Präsidialamtes habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

Zufällig fanden am Freitag keine offiziellen Termine im Schloss Bellevue statt. Für diesen Sonnabend hat Gauck rund einhundert engagierte Frauen und Männer zu einer Bürgerkonferenz über die Europapolitik eingeladen. Eine Absage der Veranstaltung war dem Vernehmen nach zu keinem Zeitpunkt geplant.

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