Berlin. Für Grüne und FDP geht die geplante Erhöhung des Kindergelds ab 2009 nicht weit genug. "Mit zehn Euro mehr Kindergeld ist es nicht getan. Frau (Bundesfamilienministerin Ursula) von der Leyen weiß, dass das Problem Nummer eins in Deutschland Kinderarmut ist". Das sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast der "Passauer Neuen Presse". Kinder, die von Hartz IV leben, würden keinen Cent mehr bekommen. "Wer das Kindergeld erhöht, muss deshalb auch die Regelsätze für diese Kinder anheben."
Die FDP-Familienpolitikerin Miriam Gruß bemängelte in der Zeitung, die von der großen Koalition vereinbarte Kindergelderhöhung falle "viel zu gering" aus. Die FDP fordere 170 Euro Kindergeld monatlich, später solle es auf 200 Euro erhöht werden.
Mit ihren Beschlüssen vom Sonntag plant die Bundesregierung eine Anhebung des Kindergelds um zehn Euro auf je 164 Euro monatlich für die ersten beiden Kinder. Für die weiteren Kinder beträgt die Erhöhung 16 Euro. Das bedeutet für das dritte Kind 170 Euro und für jedes weitere Kind 195 Euro. Der Kinderfreibetrag soll ebenfalls zum 1. Januar 2009 um etwa 200 auf 6000 Euro angehoben werden. (dpa)
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