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01. August 2012

Kitaplatz Mangel: 130.000 Kita-Plätze fehlen

Plätze für Kitas sind noch immer knapp. Nicht jedes Kind bekommt einen Platz direkt am Wohnort. Foto: dapd

Ein Jahr vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige fehlen bundesweit noch etwa 130.000 Plätze.

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Berlin –  

Bis zum 1. August 2013 würden voraussichtlich 750.000 Plätze benötigt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit liege die Zahl bei 620.000. Landsberg erwartet trotzdem, dass in zwölf Monaten für die weitaus meisten Kleinkinder ein garantierter Platz zur Verfügung steht.

Nicht in jedem Fall werde es aber möglich sein, dass Kinder in der Wunsch-Einrichtung der Eltern in der Nähe des Wohnorts unterkämen. Nach seiner Ansicht sind jetzt vor allem größere Anstrengungen der Wirtschaft erforderlich, um die angepeilte Quote von 39 Prozent bei den Kita-Plätzen zu erreichen. Unternehmen müssten mehr als bisher eigene Kindergärten bauen.

Klagewelle droht

Der Deutsche Städtetag warnt vor den Folgen des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz, der in einem Jahr in Kraft tritt. „Es besteht die Gefahr, dass im Sommer 2013 Eltern Klagen einreichen und Schadenersatz einfordern. Bund und Länder stehen hier unbedingt mit in der Pflicht, mögliche Klagewellen und Schadenersatzansprüche zu verhindern“, sagte Christian Ude, Präsident des Deutschen Städtetages und Münchner Oberbürgermeister, den „Ruhr Nachrichten“.

Diese Zahlungen würden den Ausbau der Kinderbetreuung „nicht befördern, sondern behindern“. „Die deutschen Städte haben große Zweifel, dass der Rechtsanspruch auf Betreuung für unter dreijährige Kinder in einem Jahr flächendeckend erfüllt werden kann“, sagte der SPD-Politiker weiter. In mehreren Städten sei der Bedarf an Betreuung so hoch, dass trotz intensiver Anstrengungen beim Inkrafttreten des Rechtsanspruchs voraussichtlich Plätze fehlen würden. (dapd)

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