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Klimaforschung: IPCC macht erneut Fehler

Erst liefert der Weltklimarat falsche Angaben über das Schmelzen der Himalaya-Gletscher, jetzt kommen auch grobe Fehler zu den Klimaaussichten der Niederlande ans Licht. Von Helmut Hetzel

Den Haag. Nachdem der UN-Klimabericht bereits wegen seiner falschen Angaben über das Schmelzen der Himalaya-Gletscher ins Zwielicht geraten ist, stellt sich nun heraus, dass auch die Angaben über die Niederlande in dem Bericht falsch sind.

Im IPCC-Bericht (Intergovermental Panal of Climate Chance) heißt es über die Niederlande: "Die Niederlande sind das Beispiel dafür, dass das Land sowohl von der Steigung des Meeresspiegels als auch durch Überschwemmungen der Flüsse gefährdet ist, denn 55 Prozent des Landes liegen unter dem Meeresspiegel." Das stimmt aber nicht. Nur 26 Prozent der Fläche der Niederlande, die 41 525 Quadratkilometer beträgt, liegen unter dem Meeresspiegel. Rund 29 Prozent der Fläche der Niederlande werden von möglichen Überschwemmungen der Flüsse bedroht.

Die Haager Umweltministerin Jacqueline Kramer hat in einem Brief an die Autoren des IPCC-Klimaberichts die falschen Angaben über die Niederlande richtiggestellt. "Eigentlich hätte man diesen Bericht als eine Art Kompass gebrauchen können. Das geht jetzt aber nicht mehr", schreibt sie in ihrem Brief an die UN.

Kürzlich hatte der IPCC einräumen müssen, dass die Angabe, im Jahr 2035 seien die Himalya-Gletscher abgeschmolzen, nicht stimmt.

Autor:  Helmut Hetzel
Datum:  8 | 2 | 2010
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