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05. August 2014

Koch Andenpakt: Keine Bedrohung für Merkel

 Von 
Als gescheiterter Konzernlenker wohl nicht einmal mehr Minister-Ersatzkandidat: Roland Koch.  Foto: dpa

Mehrere Jahre lang galt der Andenpakt als mächtiger Geheimbund in der CDU, der auch Angela Merkel das Leben schwer machte. Inzwischen ist aus der Männertruppe ein Club der Gescheiterten geworden.

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Ursprünglich ist es wohl nur ein Spaß gewesen: Auf einer gemeinsamen Südamerika-Reise sollen mehrere CDU-Nachwuchspolitiker sich Ende der 70-er Jahre ewige Treue geschworen haben. Die Reisenden waren Männer zwischen 20 und 30 Jahre alt, sie waren am Anfang ihrer politischen Karriere. Man versprach sich, sich gegenseitig nicht zu behindern beim Vorankommen. „Pacto Andino Segundo“ nannte sich die Seilschaft, Andenpakt. Immer wieder ist man miteinander verreist, und nicht wenige Mitglieder stiegen wirklich auf, wurden Staatssekretär, Minister, Ministerpräsident. Es schien klar: Die Ostdeutsche Angela Merkel würde es schwer haben gegen den Männerbund.

Nun – 35 Jahre nach Gründung des Andenpakts – ist Merkel der Star der CDU. Und für viele Paktmitglieder ist es abwärts gegangen.

Nicht alle Andenpaktler sind verschwunden, einige sind noch in der Politik geblieben. Dazu gehören der heutige hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Europa-Parlamentarier Elmar Brok. Den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger soll nach Merkels Willen erneut EU-Kommissar werden. Davon, dass der Andenpakt der Kanzlerin Probleme machen könnte, spricht schon lange keiner mehr.

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