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23. Februar 2016

Kölner Silvesternacht: Drei Verdächtige vor Gericht

Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof.  Foto: dpa

Erstmals müssen sich drei mutmaßliche Täter nach den Ereignissen an Silvester in Köln vor Gericht verantworten. Keinem der Verdächtigen wird ein sexueller Übergriff zur Last gelegt.

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Nach den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht müssen sich erstmals am Mittwoch drei Männer für Vorfälle vor Gericht verantworten. Zunächst wird der Fall eines 23 Jahre alten Marokkaners verhandelt, der einer Frau auf dem Bahnhofsvorplatz das Handy abgenommen haben soll. Danach ist eine Verhandlung gegen einen 22 Jahre alten Tunesier und einen 18 Jahre alter Marokkaner angesetzt.

Diese beiden Angeschuldigten sollen einem Mann auf der Hohenzollernbrücke eine Tasche und eine Kamera gestohlen haben. Alle drei Tatverdächtigen sitzen seit Neujahr in Untersuchungshaft. Sexuelle Übergriffe werden keinem von ihnen zur Last gelegt. Mit Urteilen könne noch am Mittwoch gerechnet werden, sagte ein Sprecher des Kölner Amtsgerichts.

In der Silvesternacht war es massenweise zu Straftaten gekommen. Entsetzen lösten vor allem sexuelle Übergriffe auf Frauen aus. Diese sollen von Männern umzingelt, bedrängt und bestohlen worden sein.

Danach gingen fast 1100 Anzeigen ein, mittlerweile wird gegen mehr als 75 Beschuldigte ermittelt. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft "weit überwiegend" um Asylbewerber, Asylsuchende oder Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhielten. Die beiden größten Gruppen kommen den Zahlen der Ermittler zufolge aus Marokko und Algerien.

In Untersuchungshaft sitzen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 14 Verdächtige. Nur einem der U-Häftlinge machen die Ermittler aber bislang ein Sexualdelikt zum Vorwurf. In den anderen Fällen geht es meist um Eigentumsdelikte wie Diebstahl.

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