Bogotá. Wenige Tage vor der erhofften Freilassung eines 1997 von linken Rebellen entführten Soldaten hat das Militär in Kolumbien fünf andere Geiseln gewaltsam befreit. 2500 Soldaten seien an der Aktion in der Provinz Arauca im Osten des Landes nahe der Grenze zu Venezuela beteiligt gewesen, sagte General Rafael Neira am Dienstag.
Bei dem Ort Gaviota habe es Gefechte mit der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) gegeben. Die Arbeiter waren erst am vergangenen Freitag entführt worden. Einer von ihnen sagte, die Rebellen hätten sie irrtümlich für Ingenieure gehalten.
Für das kommende Wochenende wird die seit Monaten vorbereitete Freilassung von zwei Farc-Geiseln erwartet. Unter ihnen ist der vor mehr als zwölf Jahren verschleppte Unteroffizier Pablo Moncayo. Keine andere Geisel befindet sich seit so langer Zeit in der Gewalt der Farc.
Sein Vater, Gustavo Moncayo, wurde als "Wanderer für den Frieden" bekannt. Er legte Tausende Kilometer zurück, um für die Freilassung seines Sohnes zu demonstrieren. Moncayo wirft der Regierung von Präsident Alvaro Uribe vor, nur auf Gewalt gesetzt und einen Austausch der Geiseln gegen inhaftierte Rebellen torpediert zu haben. (dpa)
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