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17. Oktober 2012

Kolumbien: Farc verhandelt mit Kolumbiens Regierung

Mitglieder der Guerillagruppe Farc. Foto: dpa

Es könnte einen 50 Jahre andauernden Konflikt beenden: Vertreter der kolumbianischen Regierung und der linken Guerilla-Gruppe Farc beginnen in Oslo Verhandlungen über ein Friedensabkommen.

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FARC

1964 wird die Guerillabewegung Farc, die sich selbst als marxistisch bezeichnet, gegründet. Ihre Einnahmequellen sind Entführungen, Erpressung der lokalen Drogenkartelle, Goldabbau sowie die Herstellung und der Schmuggel von Drogen, darunter vor allem Kokain.

Menschenrechtsorganisationen werfen der Farc schwere Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen vor.

Mit zweitägiger Verzögerung sind die Unterhändler an den kolumbianischen Friedensverhandlungen in Oslo eingetroffen. Die Gespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der linksgerichteten Farc-Guerilla sollten noch am Mittwoch beginnen, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

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Nach ersten Kontakten ist am Donnerstag eine gemeinsame Pressekonferenz vorgesehen. Dort wollen die Unterhändler den offiziellen Beginn der Verhandlungen verkünden.

Sechs Monate lange Geheimverhandlungen

Der ehemalige kolumbianische Vizepräsident Humberto de la Calle sagte vor seinem Abflug in Bogotá, er reise mit gemäßigtem Optimismus. Er hoffe, mit guten Nachrichten zurückzukehren, berichtete der Rundfunksender RCN.

Die Delegationen verhandeln unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Verhandlungen sollen in einem zweiten Schritt in die kubanische Hauptstadt Havanna verlegt werden.

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Es ist der vierte Versuch seit 1984, den inzwischen fast 50 Jahre fortdauernden Konflikt in Kolumbien zu beenden. Vorausgegangen waren sechs Monate lange Geheimverhandlungen auf Kuba. Die „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (Farc) sind mit rund 9000 Kämpfern die größte und älteste Guerilla Südamerikas. Seit 1964 bekämpft sie den Staat. Der Konflikt hat bisher mehr als 200 000 Menschen das Leben gekostet. (dpa)

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