Aktuell: US-Wahl | Türkei | Olympische Spiele | Brexit
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

06. Oktober 2013

Kommentar Kunduz Afghanistan: Gescheitert am Hindukusch

 Von 
Thomas de Maizière und Guido Westerwelle in Kundus.  Foto: afp

Die Bundeswehr mag an diesem Sonntag endgültig aus Kunduz abgezogen sein. Doch der Name des Feldlagers wird sich aus der Geschichte der Bundeswehr nicht mehr tilgen lassen. Die internationale Gemeinschaft hat sich übernommen in Afghanistan.

Drucken per Mail

Die Bundeswehr mag an diesem Sonntag endgültig aus Kundus abgezogen sein. Doch der Name des Feldlagers im afghanischen Norden wird sich aus der Geschichte der Bundeswehr nicht mehr tilgen lassen. Das Camp markiert einen tiefen Einschnitt für die Truppe.

Erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs zogen dort deutsche Soldaten ins Gefecht. Erstmals gab es deutsche Tote, die als Gefallene bezeichnet werden (müssen). Und erstmals sorgte ein fataler Befehl eines deutschen Obersts für eine ungeheure Zahl an toten Zivilisten.

Mit der Übergabe des Feldlagers an die Afghanen ist der Rückzug der Deutschen vom Hindukusch jetzt in die letzte, die heiße Phase getreten. Nahezu alle Außenposten sind aufgegeben, die Bundeswehr unterhält nur mehr den riesigen Stützpunkt am Flughafen von Masar-i-Sharif und eine kleine Vertretung in Kabul.

Von den einst hoffnungsfroh-vollmundigen Zukunftsszenarien für Afghanistan ist dieser Tage wenig zu hören. Westliche Diplomaten blicken eher pessimistisch in die afghanische Zukunft. Es wäre schon viel gewonnen, wenn das bisschen Stabilität, das gegenwärtig (noch) herrscht, erhalten bliebe. Die internationale Gemeinschaft, das wird immer klarer, hat sich übernommen in Afghanistan. Nun wollen alle nur noch eines: raus.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Volkswagen

Falsche Unterstützung

Von  |
Die Bänder rollen wieder: Volkswagen hat sich mit dem Zulieferer Prevent geeinigt.

Politiker haben sich im Streit zwischen Volkswagen und Prevent einseitig aufi die Seite des Konzerns geschlagen. Dieses Fehlverhalten gefährdet das Projekt VW. Der Leitartikel.  Mehr...

AfD-Erfolge

Gegen die AfD hilft Geduld

Einfach Antworten: Die AfD geizt nicht mit populistischen Slogans auf ihren Wahlplakaten.

Unbeeindruckt von innerparteilichen Streitereien feiert die AfD Erfolge. Panischer Antipopulismus von anderen Parteien hilft dagegen nicht. Besser ist geduldiges Argumentieren. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung