Ramallah/Gaza. Israel hat 80 internationalen Ärzten und Gesundheitsexperten die Einreise in den Gazastreifen verwehrt. Sie wollten dort an einer Konferenz über seelische Beschwerden und Traumabehandlung teilnehmen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Gaza-Gemeindeprogramm für Geistige Gesundheit (GCMHP) organisiert wurde.
Ein WHO-Sprecher in Jerusalem äußerte sich am Dienstag enttäuscht über die israelische Haltung. Die Experten würden nun per Videokonferenz aus Ramallah an der Versammlung teilnehmen. Dies sei jedoch "extrem schwierig", sagte Tony Laurance. Begonnen hatte die Konferenz am Montag.
Das israelische Verteidigungsministerium begründete das Einreiseverbot damit, Ziel der Konferenzteilnehmer sei es, "Hand in Hand mit der Terrororganisation Hams gegen Israel zu demonstrieren". Laurance betonte hingegen, die GCMHP, die von der WHO mit Geldern der Europäischen Kommission unterstützt werde, sei eine neutrale Organisation.
Mit ihrem Programm will die vor 18 Jahren gegründete GCMPH traumatisierten Kindern helfen, Folteropfer psychologisch betreuen, Fachleute ausbilden und Forschung betreiben. GCMHP-Sprecher Hussam al-Nunu sagte am Dienstag, das Ausmaß psychischer Störungen, vor allem unter Kindern, sei in Gaza sehr hoch. "Wir haben in den letzten 18 Jahren 20.000 Fälle behandelt, davon waren 35 Prozent Kinder. Wir brauchen auch weiterhin internationale Experten, um Personal hier vor Ort auszubilden." (dpa)
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.