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Kuba: "Fidel Castro sah gut aus"

Argentiniens Präsidentin zu Besuch in Kuba.

Die Welt wartete bereits auf die Todesnachricht aus Havanna, da verbreitete die staatliche argentinische Agentur Telam am Mittwoch eine unerwartete Meldung: Staatspräsidentin Cristina Kirchner sei zum Abschluss ihres Besuchs auf Kuba überraschend mit dem schwer kranken Ex-Staatschef Fidel Castro zusammengetroffen. "Er sah sehr gut aus, und wir haben über viele internationale Themen gesprochen", sagte Kirchner nach der gut halbstündigen Unterredung an einem geheimen Ort. Castro habe sich sogar zum neuen US-Präsidenten Barack Obama geäußert und ihn einen "aufrechten Menschen mit guten Ideen" genannt.

In den vergangenen Tagen hatten sich in Kuba und dem Ausland die Gerüchte verdichtet, wonach der 82-jährige Castro entweder schon tot sei oder auf dem Sterbebett liege. Seit Mitte Dezember gab es keine Artikel mehr von ihm in der Staatspresse zu lesen, und auch zum 50. Jahrestag der Revolution am 1. Januar hatte die kubanische Führung keine Bilder von Castro veröffentlicht.

Fidels Bruder und amtierender Staatschef Raúl Castro wies Berichte, der Revolutionsführer liege im Sterben, zurück. "Er macht seine Übungen, liest viel und berät mich", sagte Raúl Castro und kündigte zugleich für Ende des Monats einen Besuch in Russland an. "Wenn es Fidel schlecht ginge, würde ich doch keine Reise planen."

Der Besuch in Russland ist Castros erste Reise ins europäische Ausland, seit er vor einem knappen Jahr offiziell zum Staatschef ernannt wurde. Er erwidert damit den Besuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew von Ende November. Raúl Castro bemüht sich, die internationalen Kontakte Kubas zu diversifizieren.

Autor:  KLAUS EHRINGFELD
Datum:  23 | 1 | 2009
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