Eine politische Reform wird es in Kuba nicht geben. Wer sich das von der Grundsatzrede des kubanischen Präsidenten Raul Castro erhofft hatte, wurde enttäuscht.
Der Bruder des Máximo Líder Fidel Castro erteilte der Öffnung hin zu einem Mehrparteiensystem eine Absage. Eine "Kommerzialisierung der Politik" wäre die Folge, würden weitere Parteien zugelassen.
"Es wäre so, als wenn wir eine Partei des Imperialismus auf unserem Boden legalisieren würden". Das hätte eine Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Kubas zufolge.
"Kommerzialisierung", also einen freier Markt, so etwas soll es in Kuba nicht geben. Auch wenn im vergangenen Jahr die größte Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten beschlossen wurde.
Einen Schritt in Richtung Demokratisierung ging Raul Castro dann doch: Die Kommunistische Partei beschloss, dass ranghohe Regierungs- und Parteiämter künftig nur noch für maximal zehn Jahre vergeben werden sollen. Das gelte auch für das Präsidentenamt.
Kubaner dürfen Immobilien kaufen
Viele Kubaner hatten sich von dem Parteitreffen mehr erhofft. Eine echte Demokratie zum Beispiel.
Seit 2011 gestattet die Kommunistische Partei den Kubanern die Selbstständigkeit, den An- und Verkauf von Immobilien und die Verpachtung von staatlichem Land. Die Kehrseite der Reform: In den kommenden Jahren sollen mehr als eine Million Arbeitsplätze in der Verwaltung gestrichen und Subventionen abgebaut werden.
Die Wirtschaftsreform soll den Kollaps der Planwirtschaft verhindern, ihn jedoch nicht ersetzen.
(fle/rtr)
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.