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28. Dezember 2010

Langzeitarbeitslose: Bundesagentur plant neues Konzept

Die Betreuung von Langzeitarbeitslosen soll bei der Bundesagentur für Arbeit verbessert werden.  Foto: dpa

Die Zahl der Ein-Euro-Jobs soll reduziert werden. Stattdessen plant die BA, Arbeitslose intensiver zu betreuen und in einen zweiten "sozialen" Arbeitsmarkt zu vermitteln.

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Berlin –  

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen neue Wege gehen. „Die Zahl der Ein-Euro-Jobs wird künftig heruntergefahren“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der Tageszeitung Die Welt. Arbeitslose sollen demnach intensiver betreut und vermittelt werden. „Im Aufschwung müssen wir alle unsere Kräfte auf eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt konzentrieren“, betonte Alt.

Für jene, die keine Chance mehr auf eine reguläre Stelle hätten, sollte es einen zweiten „sozialen“ Arbeitsmarkt geben, sagte Alt. Auch diese schätzungsweise 200.000 bis 300.000 Arbeitslosen sollten ein Angebot bekommen. Alt verwies auf staatlich geförderte Integrationsbetriebe. „Viele Menschen wären glücklich über eine einfache Tätigkeit.“ Das Beispiel der Behindertenwerkstätten zeige, dass es durchaus möglich sei, Menschen mit schweren Handicaps in die Arbeitswelt zu integrieren.

Zur besseren Umsetzung des Konzepts des „Förderns und Forderns“ verwies der BA-Vorstand auch auf Trainingszentren nach niederländischem Vorbild. Dort müssten sich Arbeitslose jeden Morgen melden. Sie erhielten Unterstützung bei Bewerbungen, würden weitergebildet oder arbeiteten in öffentlichen Arbeitsstätten. Mit diesem Konzept könne man auch die Schwarzarbeit unter Hartz-IV-Empfängern wirksam bekämpfen, sagte Alt. (rtr)

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