Frankfurt/Main. Wegen des mutmaßlichen Verlustes Zehntausender Kreditkartendaten sollten Kunden der Landesbank Berlin (LBB) nach Empfehlung der Polizei ihre Konten überprüfen. Zudem sollten sie das Institut kontaktieren und gegebenenfalls ihre Karten sperren lassen, sagte der Sprecher der Frankfurter Polizei, Karlheinz Wagner.
Opfern von Datendieben und falschen Abbuchungen empfiehlt die Polizei eine Anzeige. Der "Frankfurter Rundschau" wurden zuvor Zehntausende Daten von LBB-Kunden zugespielt. Die Frankfurter Polizei nahm deswegen Ermittlungen auf. Die Beamten stellten die Daten sicher. Sie sind auf Folien, sogenannten Mikrofiches, gespeichert.
Die Landesbank Berlin hat in einer Pressemeldung erklärt, die gestohlenen Kreditkartendaten enthielten keine Geheimnummern, die "den Zugriff auf Kundenkonten ermöglichen". Es bestehe keine Gefahr für das Vermögen der Kunden, teilte die Bank weiter mit. "Sollte wider Erwarten dennoch ein Schaden entstehen, wird die Landesbank Berlin ihre Kunden selbstverständlich davon freihalten."
In dem der FR mit der Post zugegangenen Paket waren jedoch geöffnete Briefumschläge mit Pin-Nummern gefunden worden.
Die LBB hat nach eigenen Angaben inzwischen Anzeige erstattet und eine interne Prüfung eingeleitet. Die Ermittlungen der Polizei würden "in allen Belangen und vollumfänglich" unterstützt, hieß es. Die Bank will auch bei externen Daten-Verarbeitern "nochmals alle Sicherheitsvorkehrungen" erhöhen. (dpa/FR)
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