Antananarivo. Madagaskars Präsident Andry Rajoelina hat das unter internationaler Vermittlung ausgehandelte Abkommen über eine Machtteilung aufgekündigt und einen Armeeoberst zum Ministerpräsidenten ernannt.
Der Staatschef warnte zudem am späten Sonntagabend, Pläne der Opposition, in den kommenden Tagen ein Parlament zu bilden, seien illegal. Die in den Abkommen zur Machtteilung ausgehandelten Posten zweier Vize-Präsidenten und des Parlamentspräsidenten erklärte der 35-Jährige für nichtig.
Rajoelina hatte sich im März an die Macht geputscht und damit international scharfe Kritik ausgelöst. Mehrere Geber haben ihre Hilfszahlungen für die Insel im Indischen Ozean deswegen eingeschränkt.
Einer der beiden zurückgewiesenen Vize-Präsidenten, Emmanuel Rakotovahiny, erklärte nun, das Aufkündigen der Abkommen zur Machtteilung stelle die Legitimität Rajoelinas infrage. Die Opposition hat angekündigt, noch vor Weihnachten eine Einheitsregierung zu bilden und das Parlament einzuberufen. (rtr)
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.