Trotz Qualitätsmängel beauftragt die Bundeswehr seit Jahren den Dienstleister Ecolog. Die Firma wäscht die Uniformen der Soldaten, entsorgt ihren Müll und beseitigt ihr Abwasser. Doch die Geschäfte sind häufig nicht transparent. Von Viktor Funk
Ein Ecolog-Büro in Afghanistan: Seit 1999 arbeiten Angehörige der Firma für die Bundeswehr: Sie waschen Wäsche, liefern Diesel, entsorgen Müll.
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Ein Ecolog-Büro in Afghanistan: Seit 1999 arbeiten Angehörige der Firma für die Bundeswehr: Sie waschen Wäsche, liefern Diesel, entsorgen Müll.
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Seit die Bundeswehr im Ausland im Einsatz ist, freut sich die Düsseldorfer Firma Ecolog über das militärische Engagement. Ecolog wäscht die Uniformen der Soldaten, entsorgt ihren Müll, beseitigt ihr Abwasser und versorgt die Technik der Truppe mit Treibstoff.
Die lange Geschäftsbeziehung, die 1999 im Kosovo begann und in Afghanistan fortdauert, überrascht: Mehrfach schon versagte der Dienstleister in der Qualität seiner Arbeit, wie gemeinsame Recherchen der Frankfurter Rundschau und der Wirtschaftswoche zeigen. Trotzdem hält die Bundeswehr zu Ecolog und vergibt viele Aufträge an die Firma freihändig, also ohne sie auszuschreiben.
2006 wunderten sich deutsche Soldaten im Camp Mazar-e-Sharif über die Farben ihrer Uniformen. Nachdem Ecolog sie mehrmals gewaschen hatte, hatten sie einen pinkfarbenen Stich. Das Waschmittel enthielt "optische Aufheller", wie Bundeswehrwissenschaftler Ende 2006 feststellten. Mag die Farbe für Gelächter unter den Soldaten gesorgt haben - das falsche Waschmittel hätte fatale Folgen haben können: Es beeinträchtigte den Tarneffekt der Uniformen. Mit Hilfe entsprechender Sichtgeräte wären die Soldaten in ihrer Kluft nachts besser zu sehen gewesen. Das Verteidigungsministerium erklärt dazu jedoch: "Über eine mögliche Beeinträchtigung der Sicherheit der bei nächtlichen Patrouillen eingesetzten deutschen Soldaten liegen keine Erkenntnisse vor." Zweimal änderte die Bundeswehr die Verträge mit Ecolog und schrieb dann vor, nur bestimmte Waschmittel zu verwenden.
2007 fand die Bundeswehr heraus, dass Ecolog das "Schwarzwasser", also das Abwasser aus den Sanitäranlagen, nicht sachgerecht aufbereitet hatte: Die von Ecolog verwendete Anlage "entsprach nicht dem Stand der Technik und gab Anlass zu Zweifeln an einer effektiven Abwasserbehandlung". Auch hatte das Unternehmen das Abwasser nur wenige Kilometer entfernt auf Felder verrieselt. Das sei zwar nicht verboten, so das Verteidigungsministerium. Doch das Kontingent musste den Vertrag mit Ecolog kündigen und den Auftrag neu ausschreiben. Der neue Dientsleister wurde dann - Ecolog.
Alltag in Afghanistan
Bildergalerie ( 24 Bilder )
Das Plakat, das Junge zum Verkauf anbietet zeigt die indische Schauspielerin Smriti Irani. Sie spielt die Figur "Tulsi" in der beliebten Familien-Soap "Saas Bhi Kabhi Bahu Thi" (Die Schwiegermutter war selbst einmal nur Schwiegertochter). Nach 25 Jahren Krieg ist das die erste Serie im afghanischen Fernsehen.
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Jeden Abend um 20.30 Uhr kleben Afghanen vor dem Fernseher um die indische Serie "Saas Bhi Kabhi Bahu Thi". Das Familiendrama thematisiert Probleme, die Afghanen selbst aus ihrem Alltag kennen.
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Egal ob Männer oder Frauen, jung oder alt, wer in Afghanistan Zugang zu einem Fernsehapparat hat, schaut abends um 20.30 Uhr die indische Familien-Soap "Saas Bhi Kabhi Bahu Thi". Hier schauen sich die Gäste einer Pension in Kabul gemeinsam eine der täglichen Folgen an.
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Während das Fernsehen Familiendramen zeigt, spielen sich auf den Straßen andere Tragödien ab: Nach einem Selbstmordanschlag versammeln sich Schaulustige auf der Straße in Kabul. Vor den schwerbewaffneten Polizisten halten sie lieber einen großen Abstand.
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...Kein Wunder, denn Zivilisten werden öfter mal selbst Opfer der Ordnungshüter. Der Fahrer dieses Taxis wurde durch die Kugeln der Polizei getötet, als sie versuchte die Entführer der deutschen Geisel aufzuhalten und auf deren Wagen schoss.
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Auch für die Kinder ist die Gewalt ein Alltags-Szenario: Afghanische Polizisten vor einem Haus in Kabul bei der Suche nach der deutschen Geisel.
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Aber neugierig sind sie trotzdem, wie alle Kinder dieser Erde.
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Bevor das Tragen der Burka allgemein zur Pflicht gemacht wurde, war blau eine eher seltene Farbe. Die ursprünglich teurere blaue Burka kam erst unter den Taliban in Mode. Und Handys - die gibt es erst seit vier Jahren in Afghanistan.
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Ganz unter sich sind jedoch die Männer, die in einem Boxclub in Kabul trainieren.
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Freizeitvergnügen, nur für Männer: In einem Park in Kabul werden Wasserpfeifen zum gemütlichen Schmauchen angeboten. In der Wasserpfeife dampft aromatisierter Tabak, nicht etwa Opium, das die Bauern in großen Mengen gewinnen.
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Afghanische Bauern bestellen ihre Mohnfelder in der Provinz Balkh, etwa 500 Kilometer nördlich von Kabul. Sie gewinnen hier Rohopium. Der Handel mit illegalen Narkotika dominiert die afghanische Wirtschaft. Der Opiumhandel trägt zu 60 Prozent des Bruttosozialproduktes bei. Afghanistan produziert 87 Prozent des weltweiten verfügbaren Opiums.
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Die Brücke über den Pyanj River wurde vor allem gebaut, um den Handel zwischen den beiden Uferseiten zu beleben. Die Regierung hofft darauf, mit ihr nur den legalen Handel zu fördern. Doch ebenso blüht der illegale: Drogenkuriere passieren die Brücke genauso, wie die Arbeiter.
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Auch Alltag: Dieser Wagen diente einem Selbstmordattentäter als Angriffswaffe. Mit ihm jagte er mehrere Fahrzeuge auf einer Straße im Norden des Landes in die Luft.
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Dass Zivilisten bei den Anschlägen oft schwer verletzt werden, gehört ebenso zum Leben in Afghanistan wie die Anschläge selbst. Ein aus Decken und einem Auto improvisierter Krankenwagen bringt die verletzte Familienangehörige ins Krankenhaus.
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Viele Afghanen besuchen den Schrein, der dem bekannten Dichter und Gelehrten, Khowja Abdullah Ansari, gewidmet ist in Herat im Westen Afghanistans. Die Stadt nahe der iranischen Grenze gilt als Wiege der Afghanischen Kultur und Literatur.
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Afghanische Frauen beim Gitarrenunterricht in Mazar-I-Shariff im Norden des Landes. Unter der radikal-islamistischen Herrschaft der Taliban war jede Musik verboten. Frauen waren von den Schulen verbannt worden. Die UN und verschiedene Hilfsorganisationen gaben den 2006 den finanziellen Anschub, um die Musikschule zu gründen, in der diese Frauen lernen.
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Neben klassischer Musik, entsteht in Afghanistan auch eine Szene für Populärmusik. Der Rapper Bezhan Zafarmal (rechts) alias DJ Besho, mit einer Raubkopie seiner CD in einem Musikladen in Kabul. Der 28-Jährige sagt, er wolle eine Friedensbotschaft an die junge Generation seines kriegsgebeutelten Landes schickn. Junge Afghanen sollten sich im Kampf gegen Drogen vereinen und sich um eine gute Bildung bemühen, um ihr Land vorwärts zu bringen.
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In Afghanistan gibt es natürlich Probleme wie überall auf der Welt. Auf dem Geflügelmarkt in Kabul tauchte im März 2006 die Vogelgrippe auf.
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Daraufhin schwärmten in Kabul Trupps mit Gesundheitspersonal aus, um Hühner einzufangen und Desinfektionsmittel zu versprühen. Sie hofften, der Infektion so Herr werden zu können.
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Die Bevölkerung leidet unter Armut: Ein alter Mann besucht den Markt in Kabul.
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Ein junger Mann sammelt Blätter als Brennstoff außerhalb von Kabul.
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Einst war Kabul eine schöne Stadt. Davon zeugen nur noch wenige Gebäude wie das im Bild.
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Afghanistans Hauptstadt Kabul heute: Es gibt kaum fließendes Wasser und die Straßen sind meist ungepflastert. Zerbombte und zerschossene Häuser prägen das Bild. Berge von Plastikflaschen verschandeln den Kabulfluss, und die mit Autos verstopften Straßen erfüllen die Luft mit Staub und Abgasen.
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In Afghanistan gehören Entführungen und Selbstmordanschläge zum Alltag - jedenfalls dem der Medienberichterstattung. Danaben gibt es aber noch den schmalen Grat der Normalität: Märkte, Schulen, Sport und auch Freizeitaktivitäten. Ein kulturelles Leben.
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Einsatz in Afghanistan
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Ein deutscher Marder-Schützenpanzer der schnellen Eingreiftruppe pflügt im Marmal-Gebirge bei Masar-i-Scharif während einer Übung durch den Sand.
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Deutsche Soldaten während einer Schießübung in Kunduz. Seit 2009 mehren sich die Feuergefechte zwischen der Bundeswehr und afghanischen Terroristen.
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Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) bergen in Mazar-i-Sharif in Afghanistan während einer Gefechtsübung einen "Verwundeten".
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Einsatz bei Tag und Nacht. Soldaten der QRF proben in den Marmal Bergen nahe Mazar-e-Sharif in Afghanistan in totaler Dunkelheit den Ernstfall.
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Ein deutscher CH-53 Hubschrauber der ISAF landet in Feyzabad, nördlich von Kabul.
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Gefährlicher Einsatz. Bundeswehrsoldaten sichern in Kundus die Hauptstrasse nach Kabul. Immer wieder kommt es dabei zu Angriffen von Taliban-Kämpfern.
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Ein Soldat der Bundeswehr steht in Kundus an einer Strassensprerre. In der Nacht zuvor waren erneut zwei Raketen auf das Feldlager abgeschossen worden.
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Alltag für die Soldaten. Einsatz für die Bundeswehr an einer Straßensperre in Kundus.
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Patrouillenfahrt. Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) fahren in Masar-i-Sharif in Fahrzeugen vom Typ "Fuchs" und "Dingo".
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Ruhephase. Ein Bundeswehrsoldat der QRF lehnt in den Marmal Bergen nahe Masar-I-Sharif in Afghanistan während einer Übungspause an einem Bundeswehr-Fahrzeug des Tys "Dingo".
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Deutsche Soldaten observieren die Gegend während einer Mission in der Region von Kunduz.
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Deutscher Bundeswehrsoldat trifft afghanisches Kind - aufgenommen in einem Dorf in der Region von Kunduz.
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Feldjäger der Bundeswehr patrouillieren in Mazar-i-Sharif. Der Kontakt zu den Einheimischen gilt als ebenso notwendig wie gefährlich, da es gerade während der Patrouillen immer wieder zu Anschlägen kommt..
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Ohne Übersetzer ist die Kommunikation mit den Bewohnern eines Dorfes in der Region von Kunduz für die deutschen Soldaten nur schwer möglich.
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Soldaten der Bundeswehr laufen über einen Markt in der Stadt Kundus im afghanischen Kundus Patrouille.
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Bundeswehrsoldaten der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan rauchen nach dem Einsatz an einer Straßensperre der Bundeswehr in Kundus in Afghanistan im Feldlager. An ihrem Checkpoint hatten die Soldaten Schüsse auf einen herannahenden Wagen abgeben müssen, um diesen zum Anhalten zu zwingen. Verletzt wurde niemand.
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Ärzte der Bundeswehr versorgen einen verletzten Afghanen im deutschen Camp in Kunduz.
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Der Mann war von einer Kugel getroffen worden.
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Auch die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte gehört zu den Aufgaben der Bundeswehr. Hier werden bei Masar-i-Scharif im Camp Mike Spann Soldaten der Afghanischen Nationalarmee ANA trainiert.
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Auch Waffenkunde gehört zu den Ausbildungseinheiten der Bundeswehr für das afghanische Militär.
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Ein Bundeswehrsoldat bildet im Feldlager der Bundeswehr in Feyzabad in Afghanistan afghanische Polizisten aus. Bei der Übung kommen allerdings nur Waffenattrappen zum Einsatz.
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Ein Polizist der Afghan National Police (ANP) führt in Aibak in der Provinz Samangan in Afghanistan im Rahmen der Ausbildung duch Feldjäger der Bundeswehr eine Durchsuchung durch. Feldjäger der Bundeswehr trainieren in den nördlichen Provinzen Afghanistans Polizisten der ANP.
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Wachsoldat vor dem deutschen Feldlager in Masar-i-Sharif.
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Der deutsche Oberst Georg Klein geriet in die Kritik, weil er US-Luftunterstützung im Kampf gegen zwei Tanklaster bei Kundus angefordert hatte.
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Bei dem von einem deutsche Oberst angeforderten US-Luftangriff auf zwei Tanklaster bei Kundus sterben mindestens 135 Menschen, unter ihnen viele Zivilisten, auch Kinder.
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Was macht die Bundeswehr in Afghanistan? Welche Aufgaben haben die deutschen Soldaten? Die Bilder internationaler Fotografen dokumentieren den Einsatz im Hindukusch. Hier trainieren Soldaten der Quick Reaction Force (QRF) in Mazar-i-Sharif für den Ernstfall.
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Probleme gab es auch mit dem von der Firma gelieferten Diesel, weil er ausflockte und die Filter der Maschinen hätte verstopfen können. Mit Zusatzstoffen muss der Diesel grundsätzlich auf extreme Kälte oder Hitze vorbereitet werden.
Ecolog-Vorstand Thomas Wachowitz sagte der Frankfurter Rundschau und der Wirtschaftswoche: "Das Vorkommen von Leistungsstörungen ist an sich nichts Ungewöhnliches." Um die Qualität der Brennstoffe zu garantieren, setze Ecolog nun ein eigenes Prüflabor ein.
Wettbewerb durch Beteiligung
Über die freihändigen Vergaben von Aufträgen an Ecolog berichtete der NDR Anfang Dezember 2009. Das löste eine interne Untersuchung des Verteidigungsministeriums aus. Auf Nachfrage räumte das Verteidigungsministerium ein, dass "vor allem in den frühen Phasen der Einsätze Kfor und Isaf" die freihändige Vergabe von Jobs an Ecolog erfolgte.
Recherchen der FR zufolge scheint das nach wie vor der Fall zu sein: In einem Brief an den Verteidigungsausschuss schreibt der Parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums, Thomas Kossendey, "dass ein großer Teil der Beschaffungen im Wege der freihändigen Vergabe erfolgt, wobei regelmäßig versucht wird, Wettbewerb durch Beteiligung von mindestens drei Firmen an der Angebotsabgabe herzustellen". Das Schreiben liegt der FR vor. Der Abschlussbericht zu den Geschäftsbeziehungen zu Ecolog soll im Juni vorliegen.
Zuständig für die freihändigen Vergaben sind die Einsatzwehrverwaltungsstellen an den Einsatzorten. Sie dürfen bis zu einer Summe von 193.000 Euro Aufträge vergeben. Was mehr kosten würde, muss EU-weit ausgeschrieben werden. Mit kürzeren Vertragslaufzeiten wäre es theoretisch möglich, den Grenzwert zu unterschreiten - und so eine freihändige Vergabe zu begründen.
Ecolog steht als Name für eine komplizierte Verflechtung verschiedener Unternehmen in mehreren Ländern: Ecolog-Gesellschaften gibt es in den USA, der Türkei, Mazedonien, China, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Rund 3000 Beschäftigte sollen insgesamt der Ecolog-Familie angehören, gerade mal 30 bis 35 davon stehen auf dem Gehaltszettel der deutschen Firma.
Nach Angaben eines Insiders der Firmen-Geschäfte seien die Firmen juristisch aber nicht miteinander verbunden. Er spricht von einer Konstruktion, um größere Steuerzahlungen in Deutschland zu vermeiden.
Firmen-Vorstand Wachowitz, ausgebildeter Diplomfinanzwirt und früherer Finanzbeamter, sieht sich "verpflichtet, sein Unternehmen unter anderem steueroptimiert zu führen". Er beschreibt das Ecolog-Firmengeflecht als einen "Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, die zusammenwirken, um eine einzige Dienstleistung vor Ort zu erbringen."
Die deutschen Soldaten sind nicht die Einzigen, für die Ecolog wäscht und aufräumt. Im Irak steht Ecolog den US-Truppen zu Diensten. Firmen-Vorstand Wachowitz sagt: "Die Bundeswehr ist nicht unser größter Kunde, aber unser liebster." Allein 2010 soll der Haushaltsplan des Verteidigungsministeriums laut NDR für die Firma Aufträge im Wert von rund 50 Millionen Euro vorsehen.
Im Jahr 2006 wurden vier mazedonische Mitarbeiter von Ecolog in Afghanistan entführt und kurze Zeit später erschossen aufgefunden. Unter den Getöteten war auch ein Mitglied der Gründerfamilie Destani. Ob es noch mehr Opfer unter den Ecolog-Mitarbeitern gegeben hat, will Ecolog-Vorstand Wachowitz nicht sagen.
In Deutschland ist der 31-jährige Nazif Destani Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens. Er ist deutscher Staatsbürger mazedonischer Abstammung. Ein Gespräch mit ihm hat die Firma stets ausgeschlagen.