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Mitgliederschwund bei SPD, CDU und FDP: Den großen Parteien laufen die Mitglieder davon

Fast alle großen Parteien haben im vergangenen Jahr Mitglieder verloren. Laut einer Emnid-Umfrage schrumpfen CDU und SPD deutlich. Die stärksten Verluste muss die FDP hinnehmen. Im Aufwind sind dagegen die Grünen und die Piraten.

Binnen eines Jahres verliert die FDP rund 5.400 Mitglieder, fast acht Prozent Foto: dapd

Bis auf Piraten und Grüne haben laut einer Umfrage alle großen Parteien im Jahr 2011 Mitglieder verloren. Sowohl CDU und SPD als auch FDP und Linke schrumpften deutlich, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ ergab.

Am härtesten traf der Mitgliederschwund demnach die FDP: Binnen eines Jahres verlor sie rund 5400 Parteigänger, fast acht Prozent, wie die Zeitung berichtet. Zum Jahreswechsel hatte die FDP demnach nach eigenen Angaben noch 63.123 Mitglieder.

Pannen-Partei FDP - Ein Niedergang in Bildern

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CDU und SPD liefern sich bei starken Verlusten weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz bei der Mitgliederstärke.

Erstmals rutschten beide Parteien laut der Umfrage unter die 500.000-Marke, wobei die SPD ihren Mitgliederstand zum Jahresende noch nicht beziffern konnte. Vor 20 Jahren hatte die SPD noch fast eine Million Mitglieder. Die CDU verzeichnete nach eigenen Angaben noch 489.896 Beitragszahler, 15.418 weniger als ein Jahr zuvor.

Piraten und Grüne gewinnen Tausende Mitglieder

Die Grünen gewannen als einzige der im Bundestag vertretenen Partei neue Anhänger hinzu - im Laufe des vergangenen Jahres waren es rund 6000, ein Zuwachs von fast elf Prozent auf 59.019 Mitglieder. Im Aufwind ist auch die Piratenpartei: Sie knackte Anfang des Jahres die 20.000-Mitglieder-Marke. 8000 neue Mitglieder meldeten sich laut Umfrage bei den Piraten an.

"Parteien sind nicht mehr attraktiv genug"

Der allgemeine Mitgliederschwund sei erklärbar, sagt Klaus Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. „Die Parteien sind einfach nicht mehr attraktiv genug.“ Das Problem sei, dass die Parteien angesichts der Europäisierung der Politik verstärkt als machtlos erschienen. „Der Bürger hat den Eindruck, dass Politiker immer weniger bewegen können.“ Außerdem werde Politik immer weniger verstanden. (dpa)

Datum:  13 | 2 | 2012
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