Die linksextreme Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) darf ihre Konten bei der Deutschen Bank behalten. Dies teilte ein Sprecher des Landgerichts Essen am Mittwoch mit. Die Bank habe eine Klage gegen die MLPD zurückgezogen.
Die Deutsche Bank hatte versucht, sechs Konten der Vereinigung zu kündigen. Kurz vor der Eröffnung des Hauptverfahrens jedoch lenkte das größte Bankhaus des Landes ein. Die linksextreme Partei darf auch weiter ihr Spendengeld bei der Deutschen Bank anlegen, wie ein Sprecher des Instituts Spiegel Online bestätigte. Das Geldhaus trägt demnach die Kosten des Rechtsstreits, der sich monatelang hinzog.
Eigenen Aussagen zufolge verfügt die MLPD über 15 Millionen Euro an Vermögen, 80 Prozent davon in Immobilien. In den vergangenen Jahren erhielt die Partei Erbschaften in Millionenhöhe. Bundesweit hat die Splitterpartei mit Hauptsitz in Gelsenkirchen laut NRW-Verfassungsschutzbericht rund 2000 Mitglieder. Die MLPD ging 1982 aus dem maoistischen Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD) hervor. Programmatisch grenzt sie sich vor allem vom Sozialismus Moskauer Prägung ab.( ddp)
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