Es könnte das Ende einer Ära werden: Die Gorch Fock segelt Anfang Februar gen Heimathafen. Und das könnte die letzte Reise des Segelschulschiffs werden.
Der Gorch Fock steht möglicherweise ihre letzte Reise bevor.
Foto: dapd
Der Gorch Fock steht möglicherweise ihre letzte Reise bevor.
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Berlin –
Es könnte ihre letzte Fahrt sein. Anfang Februar segelt die Gorch Fock aus dem argentinischen Ushuaia in ihren Heimathafen Kiel. Dort wird die Drei-Mast-Bark mindestens bis zum Herbst vor Anker liegen. Bis die Vorwürfe geklärt sind, ob sich an Bord des Marine-Segelschulschiffs Akte der Meuterei zugetragen haben, ob Offiziersanwärter sexuell belästigt und Kadetten unmenschlich behandelt wurden.
Doch auch wenn die Untersuchung ergäbe, es habe sich dabei um bedauernswerte Einzelfälle und nicht mehr gehandelt, ist es ungewiss, ob die Gorch Fock je wieder auslaufen wird. Die Debatte darüber, ob es im 21. Jahrhundert zeitgemäß ist, Marineoffiziere im Stil des 19. Jahrhunderts auszubilden, hat begonnen.
Seit ihrer ersten Fahrt im Jahr 1958 wurden auf dem Schiff mehr als 14500 Offizier- und Unteroffiziersanwärter der Marine einem ausgeklügelten Seemannsdrill unterzogen. Eine Stammbesatzung von gut 80 Männern und Frauen, die Crew, stand dabei Jahr für Jahr drei Törns von je knapp 140 Kadetten gegenüber.
Glaubt man jenen, die sich jetzt über die Zustände auf dem Segelschulschiff beklagen, dann hatte die militärische Ausbildung vor allem ein Ziel: Entweder geht ein Kadett nach großer Fahrt für immer von Bord oder er wächst zu einem Prachtoffizier im Sinne der Marine heran. Etwa ein Fünftel eines Kadettenjahrgangs entschied sich in der Regel dazu, die militärische Seemannslaufbahn gar nicht erst anzustreben.
Segelschulschiff Gorch Fock
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Segelschulschiff Gorch Fock
Die Gorch Fock ist das bekannteste Segelschulschiff der deutschen Marine. Am 23. August 1958 lief sie in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel. Auf der Gorch Fock werden alle Offizieranwärter des Truppendienstes und die Sanitätsoffizieranwärter der Deutschen Marine auf Reisen ausgebildet, ebenso die Unteroffiziere des „seemännischen Dienstes“.
Foto: dpa
Die Gorch Fock ist das bekannteste Segelschulschiff der deutschen Marine. Am 23. August 1958 lief sie in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel. Auf der Gorch Fock werden alle Offizieranwärter des Truppendienstes und die Sanitätsoffizieranwärter der Deutschen Marine auf Reisen ausgebildet, ebenso die Unteroffiziere des „seemännischen Dienstes“.
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Die Gorch Fock ist das bekannteste Segelschulschiff der deutschen Marine. Am 23. August 1958 lief sie in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel. Auf der Gorch Fock werden alle Offizieranwärter des Truppendienstes und die Sanitätsoffizieranwärter der Deutschen Marine auf Reisen ausgebildet, ebenso die Unteroffiziere des „seemännischen Dienstes“.
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Die Gorch Fock ist das bekannteste Segelschulschiff der deutschen Marine. Am 23. August 1958 lief sie in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel. Auf der Gorch Fock werden alle Offizieranwärter des Truppendienstes und die Sanitätsoffizieranwärter der Deutschen Marine auf Reisen ausgebildet, ebenso die Unteroffiziere des „seemännischen Dienstes“.
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Die Gorch Fock ist das bekannteste Segelschulschiff der deutschen Marine. Am 23. August 1958 lief sie in der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel. Auf der Gorch Fock werden alle Offizieranwärter des Truppendienstes und die Sanitätsoffizieranwärter der Deutschen Marine auf Reisen ausgebildet, ebenso die Unteroffiziere des „seemännischen Dienstes“.
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Linkspartei in der Krise
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Für die Marine war das Segelschulschiff, das während seiner Reisen auf den Weltmeeren die Erde inzwischen rechnerisch 34 Mal umrundet hat, eine Werkstätte zur Herstellung eines besonderes Korpsgeistes. „Nirgendwo sonst wird die menschliche Abhängigkeit voneinander so deutlich zur Gewissheit, wie in den Rahen der Gorch Fock bei einer Sturmfahrt“, dichtete die Marine. Die Enge auf dem Schiff, die Abwesenheit von Privatsphäre und die Gefahr auf See sollten die Kadetten zusammenschweißen.
Der abgesetzte Gorch Fock-Kapitän Norbert Schatz wurde nach dem Tod der Marinesoldatin Sarah Lena S., die im November auf dem Schiff zu Tode stürzte, mit dem Satz zitiert: „Die Jugend sitzt nicht mehr im Kirschbaum, sondern eher vor dem Computer.“
Möglicherweise ist diese Erkenntnis auch die Lösung des Problems. Wer als Offizier auf modernen Marineschiffen Dienst tut, muss mehr von Computern verstehen als vom Klettern.