Gestärkt durch den internationalen Rückhalt hat der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya seine Rückkehr für Donnerstag angekündigt. Er nehme ein Angebot des Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten, José Miguel Insulza, an, ihn nach Honduras zu begleiten, sagte Zelaya in Nicaragua. Die zivile Putschregierung um Parlamentspräsident Roberto Micheletti versuchte unterdessen zur Alltagsroutine überzugehen.
Allerdings kam es in Tegucigalpa erstmals zu Zusammenstößen zwischen Anhängern von Zelaya und den Sicherheitskräften. Polizisten und Soldaten versuchten, rund zweitausend Demonstranten mit Tränengas und Gummigeschossen daran zu hindern, sich dem Präsidentenpalast zu nähern. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden mindestens 50 Demonstranten verletzt. Die Auseinandersetzungen am Montag dauerten rund zwei Stunden. Die meisten Radio und TV-Sender waren abgeschaltet.
Bevor Zelaya nach Honduras zurückkehrt, wird er vor der UN-Vollversammlung für Unterstützung werben. Am heutigen Mittwoch trifft er sich mit US-Präsident Barack Obama. Die USA betrachten Zelaya nach wie vor als rechtmäßigen Präsidenten, betonte Obama. "Es wäre schrecklich, wenn wir uns zurück in eine Ära bewegen, in der Militärputsche statt demokratischer Wahlen ein Mittel des politischen Wechsels sind", ergänzte der US-Staatschef.
Aus Protest wollen die im Wirtschaftsbündnis Alba zusammengeschlossenen linken Regierungen Lateinamerikas die Beziehungen zu Honduras auf ein Minimum reduzieren. Die Präsidenten beschlossen, ihre Botschafter abzuziehen. Parallel dazu haben die Nachbarländer ein Wirtschaftsembargo verhängt. Sie wollen für 48 Stunden die Grenzen für den Warenverkehr schließen.
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.