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21. Januar 2011

Nach Todesfall im Kosovo: Abgeschobene Familie darf zurückkehren

Der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Karl Peter Bruch (SPD).  Foto: dpa

Kurz nachdem Borka T. zusammen mit ihrem Sohn und ihrem Mann aus Deutschland abgeschoben wurde, starb sie im Kosovo an einem Blutgerinnsel. Die FR berichtete, wie ein Anwalt um die Rückkehr von Mann und Sohn kämpft. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

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Mainz –  

Nach dem Tod einer aus Rheinland-Pfalz ins Kosovo abgeschobenen Frau (FR vom 13.1.2011) werden ihre Angehörigen nach Auskunft des Innenministeriums so schnell wie möglich zurückkehren. Einem entsprechenden Vorschlag von Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) sei die zuständige Kreisverwaltung von Mayen-Koblenz gefolgt, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Mainz. Borka T. war zusammen mit ihrem 14-jährigen Sohn und ihrem Mann am 7. Dezember abgeschoben worden. Am 7. Januar starb sie im Kosovo an einem Blutgerinnsel im Gehirn.

Nach Angaben des Ministeriumssprechers lässt sich zwischen Abschiebung und Tod bislang kein Zusammenhang herstellen. „Es waren Vorerkrankungen da, aber nicht in der Richtung“, sagte er. Auch das Verwaltungsgericht Trier habe zuvor keine Bedenken gegen eine Abschiebung gehabt.

Die Roma-Familie war in der Zeit des Bürgerkriegs nach Rheinland- Pfalz gekommen und hatte in Mayen gelebt. Der Sohn, der kein Albanisch spricht, ging dort zur Schule. Der Ministeriumssprecher sagte, wenn der Fall über die Härtefallkommission an den Minister gegangen wäre, hätte es die Abschiebung nicht gegeben. (dpa)

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