Ramallah. Die Fatah-Bewegung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas hat grünes Licht für indirekte Friedensgespräche mit Israel gegeben. Fatah-Sprecher Fajes Abu Aita teilte am Sonntag mit: "Fatah unterstützt die Entscheidung, indirekte Gespräche aufzunehmen." Eine Bedingung sei allerdings, dass die Gespräche zunächst nur mit den USA und nicht mit Israel direkt geführt werden. Zudem sollten sie vorerst auf vier Monate begrenzt sein. Politische Kommentatoren in Israel äußerten am Sonntag Skepsis hinsichtlich der Erfolgschancen neuer Gespräche.
Abbas beugt sich mit dieser Entscheidung dem Druck Israels und der israelischen Gemeinschaft. Er hatte ursprünglich als Bedingung für neue Gespräche einen vollständigen Baustopp Israels im Westjordanland und Ost-Jerusalem gefordert. Israel erklärte sich jedoch nur zu einem auf zehn Monate befristeten Baustopp im Westjordanland bereit und baut in Jerusalem weiter. Die Arabische Liga hatte den Palästinensern jedoch am Mittwoch bei einer Sitzung in Kairo die Aufnahme indirekter Gespräche mit Israel "erlaubt". Die USA bemühen sich um einen Neubeginn der seit mehr als 15 Monaten unterbrochenen Verhandlungen anlässlich des Besuchs von US- Vizepräsident Joe Biden. Biden trifft an diesem Montag in Israel ein, es wird dann mit einer möglichen Erklärung zu einer Aufnahme neuer Gespräche in Nahost gerechnet. (dpa)
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