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23. April 2015

Nationalfeiertag: Israel feiert Unabhängigkeitstag

Israelis in Tel Aviv feiern den 67. Unabhängigkeitstag.  Foto: dpa

Israel feiert die Staatsgründung. Staatspräsident Rivlin wirbt zu dieser Gelegenheit für die Koexistenz mit den Palästinensern.

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Tel Aviv –  

Israel hat am Donnerstag seinen 67. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert und dabei der Bedeutung des Landes für Juden in aller Welt gedacht. „Wir feiern, dass das jüdische Volk nicht mehr staaten- und machtlos ist, sondern wieder sein eigenes Schicksal bestimmt“, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Vorabend in einer per Video verbreiteten Ansprache.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin warb in einem Interview zum Unabhängigkeitstag für Koexistenz mit den Palästinensern. „Wir sind dazu bestimmt, nicht dazu verdammt, miteinander zu leben“, sagte Rivlin der Nachrichtenseite „ynetnews“ zufolge. Beide Seiten müssten einander akzeptieren und respektieren.

In Israel leben derzeit rund 8,3 Millionen Menschen – zehnmal so viele wie bei der Staatsgründung 1948. Etwa ein Fünftel davon sind arabische Israelis. Den Feierlichkeiten zur Staatsgründung war ein Tag des Gedenkens an die gefallenen Soldaten und Terroropfer vorausgegangen.

Gegründet wurde Israel am 14. Mai 1948 des gregorianischen Kalenders. Weil sich der „Jom haAtzma'ut“ genannte Feiertag nach dem jüdischen Kalender richtet, fällt er dieses Jahr auf den 23. April, beziehungsweise auf den 5. Ijjar 5775.

Eingeführt wurde der Tag ein Jahr nach der Staatsgründung (1949) und dient als Erinnerung an die Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben-Gurion, den ersten Ministerpräsidenten des Landes. (dpa/dil)

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