Aktuell: Griechenland | Frauen-Fußball-WM | Flucht und Zuwanderung | Regionale Startseite
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

24. Oktober 2012

Neues Denkmal: Roma-Vorsitzender wirft Friedrich Hetze vor

Rose: "Schnellverfahren sind eines demokratischen Staates unwürdig".  Foto: dapd

Bundeskanzlerin Merkel eröffnet das Denkmal für den Völkermord an Sinti und Roma, aber der Vorsitzende der Betroffenen fährt ihr schon vorher durch die Parade. Romani Rose greift Innenminister Friedrich wegen dessen Parteitagsrede scharf an.

Drucken per Mail

Bundeskanzlerin Merkel eröffnet das Denkmal für den Völkermord an Sinti und Roma, aber der Vorsitzende der Betroffenen fährt ihr schon vorher durch die Parade. Romani Rose greift Innenminister Friedrich wegen dessen Parteitagsrede scharf an.

Der Vorsitzende des Zentralrates der Sinti und Roma, Romani Rose (siehe aktuelles Porträt), kritisiert Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wegen dessen Äußerungen zum Asylrecht. Der hatte auf dem CSU-Parteitag Asylanträge von Menschen aus Serbien und Mazedonien als nicht akzeptabel bezeichnet, betroffen sind vor allem Sinti und Roma.

„Das Thema Asylmissbrauch an einer Minderheit wie den Sinti und Roma abzuhandeln, halte ich für mehr als diskriminierend. Da betreibt man ein stückweit Hetze“, sagte Rose der Mittelbayerischen Zeitung. Rose sagte, er hoffe, dass derartige Äußerungen „nicht bereits auf den Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr“ gerichtet seien.

Rose: "Jeder Einzelfall muss geprüft werden"

In Mazedonien und Serbien gebe es einen schlimmen Rassismus gegen Sinti und Roma. Das Asylrecht in Deutschland solle Menschen gewährt werden, die aus politischen oder rassischen Gründen verfolgt werden. Jeder Einzelfall müsse geprüft werden, verlangte Rose. Schnellverfahren an den Grenzen durchführen zu wollen, sei „eines Rechtsstaates unwürdig“, kritisierte der Zentralratsvorsitzende.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnete heute das Mahnmal für den NS-Völkermord an bis zu 500 000 Sinti und Roma in Berlin. Auch Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Zeremonie im Tiergarten neben dem Bundestag teil. Mehr als 100 Holocaust-Überlebende waren anwesend.

Der Entwurf für das Denkmal kommt von dem israelischen Künstler Dani Karavan. Er hat eine kreisrunde, schwarze Wasserschale geschaffen, die Symbol für Tod, Vernichtung und neues Leben sein soll. Der Beschluss zur Errichtung fiel schon vor 20 Jahren. Diskussionen mit den Opferverbänden und Schwierigkeiten beim Bau sorgten aber immer wieder für Verzögerungen. Die Betreuung der Gedenkstätte übernimmt die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. (dapd/dpa/jon)

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Griechenland

Referendum als Chance nutzen

Von  |
Wandmalerei in Athen.

Der griechische Ministerpräsident Tsipras kann den Reformforderungen der Gläubiger nicht zustimmen. Das Volk aber schon. Ein Referendum ermöglicht eine Einigung. Der Leitartikel. Mehr...

Leitartikel

Keine Regenbogenfahne für staatliche Stellen

Die Regenbogenfahne während des Umzugs zum Christopher Street Day 2013 vor der Siegessäule in Berlin.

Die Regenbogenfahne ist eine gute Fahne, weil sie Gleichberechtigung, Toleranz und Lebensfreude signalisiert. Trotzdem sollten staatliche Stellen sie nicht verwenden, denn kein Bekenntnis darf wichtiger sein als ein anderes. Der Leitartikel. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Liebe. Nichts für Feiglinge.

 

Sie überwältigt, beglückt, fordert, treibt an. Ist Drama und Komödie, Sehnen und Verzweiflung. Liebe ist eine scharfe Waffe, für die Wirtschaft ein Riesengeschäft, für Politik und Religion ein Instrument, das mit Kalkül eingesetzt wird.

Wir finden Worte für die Liebe - im Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau im Mai und Juni.

Hinweis: Unser Vertrieb bietet dazu ein vergünstigtes sechswöchiges Digital-Abo für das ePaper sowie unsere iPad- und Android-App an.

Liebesgrüße: Wenn Sie unseren Schwerpunkt lieben, verschicken Sie doch mal Liebesgrüße.

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung