Mit einer feierlichen Zeremonie hat Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega seine dritte Amtszeit angetreten. An der Feier auf dem blumengeschmückten Revolutionsplatz von Managua nahmen am Dienstag über 8000 Gäste teil, darunter der venezolanische Präsident Hugo Chávez als Ortegas wichtigster Geldgeber sowie sein iranischer Kollege Mahmud Ahmadinedschad.
Ahmadinedschad hält sich auf der Suche nach Verbündeten gegen die USA derzeit zu einem fünftägigen Besuch in Lateinamerika auf. Neben Venezuela und Nicaragua wollte er auch nach Kuba und Ecuador reisen. Bei seiner Ankunft in Managua sagte Ahmadinedschad, Nicaragua kämpfe ebenso wie sein Land um „Solidarität und Gerechtigkeit“.
Ortega gilt mittlerweile als deutlich gemäßigt
In einer umstrittenen Wahl hatte sich Ortega im November mit 62 Prozent der Stimmen gleich im ersten Durchgang eine dritte Amtszeit gesichert. Bei der gleichzeitigen Parlamentswahl erhielt seine Nationale Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) zudem genügend Stimmen, um die Verfassung ändern zu können. In Nicaragua ist der Präsident gleichzeitig auch Regierungschef.
Der 66-jährige ehemalige marxistische Rebell Ortega gilt mittlerweile als deutlich gemäßigt. Seine Verbindungen zu Ländern wie etwa dem Iran ziehen international jedoch weiter Argwohn auf sich. Kritiker befürchten zudem, Ortega könne seine Machtfülle nutzen, um unbegrenzt im höchsten Staatsamt zu bleiben. (afp)
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