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Politik
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14. Januar 2013

Niedersachsen: Alles schaut auf Niedersachsen

 Von Daniela Vates
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister winken bei einer Wahlkampfveranstaltung.  Foto: dpa

Die Landtagswahl im Norden gilt als Testlauf für die Bundestagswahl. Ob Regierung oder Opposition: In Berlin hoffen alle, das Ergebnis in Niedersachsen als gutes Vorzeichen für den Streit ums Kanzleramt deuten zu können.

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Die Landtagswahl im Norden gilt als Testlauf für die Bundestagswahl. Ob Regierung oder Opposition: In Berlin hoffen alle, das Ergebnis in Niedersachsen als gutes Vorzeichen für den Streit ums Kanzleramt deuten zu können.

Rund neun Monate vor der Bundestagswahl macht Niedersachsen die Parteien nervös. Am kommenden Sonntag wird ein neuer Landtag gewählt – und alle Seiten hoffen, das Ergebnis als gutes Vorzeichen für den Streit ums Kanzleramt deuten zu können. Wie im Bund steht in Niedersachsen eine schwarz-gelbe Regierung gegen eine rot-grüne Opposition. Wer gewinnt, wird von einem Trend zu seinen Gunsten sprechen.

Die Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Rot-Grün leicht vorne liegt. Die regierende CDU ist zwar in den Umfragen stärkste Partei, aber der Koalitionspartner FDP ist trotz leichter Erholung noch schwach. Linkspartei und Piraten spielen nach derzeitigem Stand keine Rolle. Aber es gibt noch einen großen Unsicherheitsfaktor: Über 40 Prozent der niedersächsischen Wähler wissen noch nicht, ob oder welche Partei sie wählen werden.

Wahlkampf der Spitzenleute

Beide Parteien schicken wegen der bundesweiten Bedeutung haufenweise Spitzenleute in den Wahlkampf, dessen heiße Phase erst im neuen Jahr begonnen hat und deshalb nur zwei Wochen dauert. Und die Bundespolitik spielt auch für die Wähler eine Rolle: Ein Drittel der Befragten macht seine Wahlentscheidung sogar davon abhängig, was in Berlin passiert.

Also rühmt sich CDU-Spitzenkandidat David McAllister seiner Kontakte zur beliebten Kanzlerin und hofft, dass die Wähler seinen Amtsvorgänger Christian Wulff und dessen Affären vergessen haben. Sein SPD-Herausforderer, der Hannoveraner Oberbürgermeister Stephan Weil, muss die Fehler von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ertragen, kann aber vielleicht vom schlechten Image von Schwarz-Gelb profitieren.

Eins haben beide Kandidaten auf jeden Fall gemeinsam: Sie treten jeweils zum ersten Mal als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl an. McAllister ist zwar schon Ministerpräsident, hat das Amt aber mitten in der Wahlperiode übernommen, als Christian Wulff Bundespräsident wurde. Unsere Porträts beschreiben die Männer, die künftig die rund acht Millionen Niedersachsen regieren wollen.

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