Aktuell: Terror | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

05. Januar 2013

Nordirland: Erneute Unruhen in Belfast

In Belfast wird um die britische Flagge gestritten.  Foto: REUTERS

Bei erneuten Unruhen in Belfast setzt die Polizei Wasserwerfer ein und nimmt mehrere Menschen fest. Mindestens neun Polizisten werden verletzt. Grund der Unruhen ist eine Entscheidung des Stadtrats von Anfang Dezember.

Drucken per Mail

Nach erneuten Unruhen in der nordirischen Hauptstadt Belfast hat die Polizei am Samstag einen 38-jährigen Mann unter dem Verdacht des versuchten Mordes festgenommen. Nach Polizeiangaben gingen nach einer überwiegend friedlichen Kundgebung von über tausend Demonstranten mehr als hundert Unruhestifter mit Feuerwerkskörpern, Steinen und anderen Wurfgeschossen gegen Polizisten vor. Auch Schüsse seien gefallen.

Die Polizei trieb die Demonstranten mit Wasserwerfern auseinander. Insgesamt gab es den Angaben zufolge zwei Festnahmen. Bei Unruhen in der Nacht zum Samstag wurden mindestens neun Polizisten verletzt. Es habe 18 Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit. Demnach ging sie mit Wasserwerfern gegen bis zu 300 Unruhestifter vor. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte es in Belfast gewaltsame Ausschreitungen gegeben.

Grund des Streits: die britische Fahne

Die Unruhen im zu Großbritannien gehörenden Nordteil der irischen Insel richten sich gegen eine Entscheidung des Stadtrats von Belfast von Anfang Dezember, die britische Flagge nicht mehr jeden Tag über dem Rathaus wehen zu lassen. Dagegen wehren sich pro-britische Protestanten. In der Nacht zum Samstag zündeten sie unter anderem Benzinsprengsätze und Feuerwerkskörper.

In drei Jahrzehnten gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen London-treuen Protestanten und den nach einem vereinten Irland strebenden Katholiken in Nordirland wurden rund 3500 Menschen getötet. Mit dem Friedensabkommen vom Karfreitag des Jahres 1998, das die Machtteilung zwischen Protestanten und Katholiken vorsieht, wurde der Konflikt weitgehend beendet. (afp)

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Oppositionsrechte

Gift für die Demokratie

Von  |
Laut Urteil des Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe enthält das Grundgesetz kein Gebot zur Schaffung spezifischer Oppositionsfraktionsrechte.

Dass das Bundesverfassungsgericht die Klage der Opposition auf eine Stärkung der Rechtsposition eine Abfuhr erteilt hat, schadet der Demokratie. Denn: Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen können nicht beseitigt werden, weil die Opposition das Quorum für eine Klage nicht erreicht. Der Leitartikel. Mehr...

TTIPleaks

TTIP liegt auf Eis

Bürger lesen in einem gläsernen Raum am Brandenburger Tor die von Greenpeace veröffentlichten TTIP-Dokumente.

Aus dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU wird wohl nichts. Den Unterhändlern läuft die Zeit davon. Das zeigen Protokolle, die Greenpeace veröffentlichte. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung