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09. Februar 2016

Nordkoreas Raketenstart: USA planen Raketenabwehr in Südkorea

Das THAAD-System feuert Abfangraketen ab, die feindliche Geschosse in der Luft zerstören.  Foto: rtr/U.S. Department of Defense, Missile Defense Agency

Nach Nordkoreas Raketentest wollen Washington und Seoul Verhandlungen über die Verlegung eines Raketenabwehrsystems nach Südkorea aufnehmen. China dürfte damit nicht einverstanden sein.

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Nach Nordkoreas umstrittenem neuen Raketenstart haben die USA Südkorea Unterstützung zugesichert. Wie Pentagonsprecher Peter Cook am Montag sagte, wollen Washington und Seoul Verhandlungen über die Verlegung eines Raketenabwehrsystems nach Südkorea aufnehmen. Es handelt sich um das sogenannte THAAD-System (Terminal High Altitude Area Defense), ein mobiles landgestütztes Abwehrsystem.

Cook verurteilte den Raketenstart. Er fügte aber hinzu: «Nichts an diesem Test hat uns überrascht.» Seinen Angaben nach gelang es Nordkorea, einen Satelliten oder ein anderes Gerät in die Umlaufbahn zu bringen.

Aus Verteidigungskreisen in Washington hieß es, dass das THAAD-System binnen zwei Wochen verlegt werden könne. Das System feuert Abfangraketen ab, die feindliche Geschosse in der Luft zerstören. China lehnt die Stationierung des Waffensystems auf der koreanischen Halbinsel ab. Pentagon-Sprecher Cook versicherte am Montag, dass sich die Raketenabwehr "einzig gegen Nordkorea" richten werde.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben nach einem neuen nordkoreanischen Atomtest im Januar und dem Raketenstart am Sonntag zugenommen. Das kommunistische Regime in Pjöngjang sprach von einem Satellitenstart zur Weltraumerforschung. Die Weltgemeinschaft sieht dahinter allerdings den verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete. (dpa/afp)

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