Die Proteste an der Wall Street finden immer größeren Zulauf. Am Mittwoch schlossen sich im New Yorker Finanzviertel mehrere US-Gewerkschaften den Demonstranten an, die seit Wochen ihren Unmut über ungleich verteilten Reichtum und die Macht von US-Banken auf die Straße tragen. Rund 5000 Menschen demonstrierten in Manhattan - so viel wie noch nie, seit die Bewegung („Occupy Wall Street“ („Besetzt die Wall Street“) am 17. September ihren Anfang nahm. An den Protesten nahmen auch gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter des Transportwesens und des öffentlichen Dienstes sowie Krankenschwestern und -pfleger teil. Rund zwölf Personen wurden den Behörden zufolge festgenommen, weil sie Polizeisperren durchbrechen wollten.
Proteste auch in anderen Städten
Die Protestbewegung gewinnt landesweit an Kraft: Zu Demonstrationen kam es inzwischen auch in anderen Städten wie Philadelphia und Baltimore im Osten des Landes über St. Louis im Mittleren Westen bis hin nach Los Angeles, Seattle und San Francisco an der Westküste. Für diesen Donnerstag war eine Kundgebung in der Hauptstadt Washington geplant. Die Demonstranten wenden sich vor allem gegen die Milliarden-Hilfen für Geldhäuser während der Finanzkrise, die hohe Arbeitslosigkeit sowie gegen Zwangsversteigerungen von Häusern durch die Banken. (rtr)
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Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
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