Das Partnerunternehmen von BP bei der Ölbohrung im Golf von Mexiko hat dem britischen Energieriesen heftige Vorwürfe angesichts der verheerenden Ölpest gemacht. "Die auftauchenden Hinweise zeigen klar, dass diese Tragödie vermeidbar und das direkte Ergebnis der rücksichtslosen Entscheidungen und Handlungen von BP war", sagte der Chef des Ölunternehmens Anadarko, Jim Hackett, am Freitagabend (Ortszeit) in New York. Anadarko ist Miteigentümer der Bohrkonzession im Golf von Mexiko, wo am 20. April eine von BP betriebene Ölplattform explodiert und zwei Tage später gesunken war.
Nach Hacketts Einschätzung spricht der Umgang von BP mit den Sicherheitsvorschriften bei Ölbohrungen und mit der Ölpest für "schwerwiegende Fahrlässigkeit oder bewusstes Fehlverhalten". Dies gehe auch die Partner von BP etwas an, erklärte der Anadarko-Chef. Schließlich habe BP Verpflichtungen gegenüber den Miteigentümern der Bohrlizenz, "die Bohrlöcher korrekt zu bohren (...) und alle Gesetze und Reglements zu beachten". Der Kooperationsvertrag mit BP sehe vor, dass BP gegenüber seinen Partnern "für alle durch seine nachgewiesene Fahrlässigkeit oder seine bewussten Verstöße verursachten Schäden verantwortlich" sei. (dpa)
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