Zweifel an der offiziellen Darstellung der US-Regierung wurden schon mehrfach geäußert. Doch nun scheint ein neues Buch über die letzten Minuten im Leben von Osama bin Laden zu belegen, dass das US-Geheimkommando im Mai vergangenen Jahres noch nicht einmal versucht hat, den Gründer des Terrornetzwerks Al Kaida in seinem Unterschlupf in Pakistan festzunehmen. Bin Laden sei vielmehr unbewaffnet gewesen, als er von Elitesoldaten der Navy Seals erschossen wurde. Das berichteten jetzt mehrere US-Medien unter Berufung auf Auszüge aus dem Buch.
Demnach wurde Bin Laden in dem Moment von zwei Schüssen getroffen, in dem er aus seinem Schlafzimmer im obersten Stockwerk des Hauses in Abbotabad heraustrat. Der Terrorpate sei daraufhin rückwärts in das Zimmer gefallen. Dort hätten die US-Soldaten dann noch einige Schüsse mehr auf den am Boden liegenden Bin Laden abgegeben. Bin Laden habe aber zuvor schon ein stark blutende Wunde am Kopf gehabt.
Osama bin Laden galt bis zu seinem Tod als der meistgesuchte Terrorist der Welt. Am 2.Mai 2011 wurde er von US-Soldaten getötet.
Foto: AFPDer Autor stellt damit die Frage, ob Bin Laden zuvor von sich selbst oder einem anderen in den Kopf erschossen worden ist, bevor die Navy Seals ihrerseits Schüsse auf den am Boden liegenden Körper abgegeben haben.
Weiter heißt es, Bin Laden sei zum Zeitpunkt seiner Erschießung nicht bewaffnet gewesen. So schreibt es ein Angehöriger der Eliteeinheit Navy Seals unter dem Pseudonym Mark Owen in seinem Buch „No Easy Day“, das nächste Woche auf den Markt kommen soll. Zitate aus dem Buch veröffentlichte die Huffington Post.
Wenn die Angaben stimmen, dann könnte die US-Regierung von Präsident Barack Obama in Bedrängnis kommen. Denn sie stellte bislang den Ablauf des Geheimunternehmens anders dar. Das Weiße Haus wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. (mit fle)
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.