kalaydo.de Anzeigen

Paris will eingreifen: Präsident Sarkozy rechnet mit Kapitalismus ab

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat in scharfen Worten die weltweite Finanzkrise scharf kritisiert

"Der Glaube an die Allmacht des Marktes und seine Selbstregulierung war verrückt": Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat in scharfen Worten die weltweite Finanzkrise scharf kritisiert. Die Welt sei "um zwei Fingerbreit an einer Katastrophe vorbeigerutscht", weil das Finanzsystem " nicht den Unternehmer, sondern den Spekulanten begünstigt" habe, sagte er vor 4000 Parteifreunden am Donnerstag in Toulon. Dies sei jedoch nicht der Kern der Marktwirtschaft, die nicht auf kurz-, sondern langfristige wirtschaftliche Entwicklungen setze.

Sarkozy sieht in der Krise vor allem auch eine Chance, die Modernisierung seines Landes weiter zu beschleunigen. Er kündigte schärfere Kontrollen der Banken und der Ratingagenturen an, die er auf dem EU-Gipfel Mitte Oktober auch den Partnern vorschlagen wolle. Er werde sich dafür einsetzen, dass die in Frankreich so genannten "goldenen Fallschirme", also hohe Abfindungszahlungen für Manager, im Falle ihres Scheiterns nicht mehr gezahlt werden.

Sarkozy wiederholte seine Forderung nach einem Gipfeltreffen der Industriestaaten in den kommenden Wochen, um Konsequenzen aus der Krise zu ziehen. Dabei gelte es auch, die Währungsparitäten erneut zu diskutieren.

Der Staatschef zeigte sich überzeugt, dass Frankreichs Bankensystem den Herausforderungen gewachsen sei. Für den Fall, dass dies nicht durchweg gelte, kündigte er ein schnelles Eingreifen des Staates an : " Ich werde nicht zulassen, dass auch nur ein einziger Sparer durch die Spekulationen einen Cent verliert."

Autor:  HANS-HELMUT KOHL
Datum:  26 | 9 | 2008
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Ressort

Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten


US-Wahl 2012: Countdown für Obama

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl


Spezial: US-Wahl 2012

Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?

US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund

Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner

Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf

Weblog der USA-Experten unserer Redaktion

Kolumne

Die Politik ist eine Castingshow - und Angela Merkel ihr Dieter Bohlen: Stephan Hebel in seiner Audioslideshow über Peter Altmaier (eine Runde weiter!), den Osterhasen (Artenvielfalt gerettet!) und einen friedlosen ESC (wo ist Nicole, wenn man sie braucht?). Über Fußball - diesmal kein Wort!

Interaktiv

Wer sitzt mit wie vielen Abgeordneten im Bundesrat? Alle Ministerpräsidenten, alle Zahlen und Fakten hier!

Anzeige

 

Anzeige

 

Video
Spezial: Israel-Iran-Konflikt

Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.


Politik-Spezial

Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.


Fotostrecke
Plaßmanns Welt (295 Bilder)
Fotostrecke
Meeresbewohner: Leuchtend grüne Quallen gleiten durch ein Aquarium.

Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.

Quiz
Der zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg holt seine Entlassungspapiere im Schloss Bellevue ab (03.03.2011).

Guttenberg hatte einen guten Grund. Aber weshalb sind Horst Köhler oder Richard Nixon abgetreten?

Quiz
Wissens-Test.

Politik, Sport, Wirtschaft - wie gut sind Sie informiert? Machen Sie den Test mit dem unterhaltsamen Tagesquiz.

ANZEIGE
- Business
- Kauftipps!