Aktuell: Griechenland | Ironman Frankfurt | Frauen-Fußball-WM | Flucht und Zuwanderung | Regionale Startseite
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

05. Januar 2013

Peer Steinbrück SPD: Steinbrück verteidigt Kritik am Kanzlergehalt

Peer Steinbrück verteidigt in einem Interview seine Kritik am Kanzlergehalt.  Foto: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verteidigt in einem Interview seine Kritik am Gehalt eines deutschen Bundeskanzlers. Unterdessen hat eine Zeitung herausgefunden, dass Steinbrück vor einigen Jahren selbst Sparkassenchef werden wollte.

Drucken per Mail

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verteidigt in einem Interview seine Kritik am Gehalt eines deutschen Bundeskanzlers. Unterdessen hat eine Zeitung herausgefunden, dass Steinbrück vor einigen Jahren selbst Sparkassenchef werden wollte.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine Bemerkung verteidigt, dass ein Bundeskanzler in Deutschland zu wenig Geld verdiene. In einem Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“ sagte Steinbrück, er habe „mitnichten gefordert, das Kanzlergehalt zu erhöhen, wie es zu lesen und hören war“. Manche Kritik habe daher „etwas moniert, was ich so gar nicht gesagt habe“. Er habe nur auf vergleichbare Positionen in der Gesellschaft und die große Verantwortung hingewiesen. „Diese Wahrheit werde ich nicht verschweigen, auch nicht als Kanzlerkandidat“, bekräftigte der 65-Jährige.

Der Spitzenmann der SPD für die Bundestagswahl im September war in der eigenen Partei für die Äußerung kritisiert worden, hatte aber auch Unterstützung bekommen. In der niedersächsischen SPD zeigten sich Wahlkämpfer erleichtert, dass die Debatte gut zwei Wochen vor der Landtagswahl am 20. Januar der SPD nach Umfragen offenbar nicht geschadet hat.

Bei einer SPD-Veranstaltung am Freitagabend im ostfriesischen Emden mit etwa 1500 Besuchern sprach Steinbrück das Thema nicht an. Allerdings machte er am Rande keinen Hehl daraus, dass ihn die teils sehr kritische Kommentierung in den Medien verärgert hat. Bei einem Firmenbesuch in Emden sagte er dazu: „Ich glaube, dass Politiker das aussprechen müssen, was sie denken. Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass Politiker nicht nach opportunen Gesichtspunkten sich äußern, sondern dass sie sagen, was sie denken.“

Zeitung: Steinbrück wollte einst Sparkassenchef werden

Im „Tagesspiegel“ bezeichnete der Kanzlerkandidat es als „Unfug“, dass seine Äußerung so verstanden werden könnte, als wollte er den Job nur machen, wenn mehr Geld dafür bezahlt werde. „Dass es jetzt heißt, ich sollte solche Sätze nicht sagen, weil ich Kanzlerkandidat bin, darüber sollten andere nachdenken“, sagte Steinbrück. „Ich sage, was ich denke, und ich tue, was ich sage.“

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, Steinbrück habe vor fast 15 Jahren selbst Sparkassenchef werden wollen. Er habe sich im August 1998 informell darum beworben, die Nachfolge des Präsidenten des schleswig-holsteinischen Sparkassen- und Giroverbandes anzutreten. Der Posten sei damals mit 400.000 Mark dotiert gewesen. Seine Kandidatur sei aber von der eigenen Partei hintertrieben worden. In seinem umstrittenen Interview mit der F.A.S. zum Kanzlergehalt hatte Steinbrück auch gesagt: „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin.“

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, sprach sich dafür aus, die Politiker-Gehälter zu erhöhen, im Gegenzug aber ihre Pensionen zu kürzen. In der Zeitschrift „SuperIllu“ verwies er darauf, dass ein Bundeskanzler nach zwei Amtsperioden einen Anspruch auf ein Ruhegehalt in Höhe von monatlich 6400 Euro habe: „Dafür müsste selbst ein Spitzenverdiener 110 Jahre den Höchstsatz in die Rentenversicherung einzahlen.“ (rtr)

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Energiewende

Stütze für Konzerne

Von  |
Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen eines Braunkohlekraftwerkes in Brandenburg auf.

Die Bundesregierung subventioniert veraltete Kohlekraftwerke und damit Firmen, die die Energiewende verschlafen haben. Sie sollte lieber neue Technologien fördern. Ein Leitartikel. Mehr...

Fremdenhass in Sachsen

Stanislaw Tillich muss Position beziehen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).

Fremdenhass herunterspielen und auf Investoren aus aller Welt hoffen – beides geht nicht. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) muss sich entscheiden und Farbe bekennen. Der Leitartikel. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Liebe. Nichts für Feiglinge.

 

Sie überwältigt, beglückt, fordert, treibt an. Ist Drama und Komödie, Sehnen und Verzweiflung. Liebe ist eine scharfe Waffe, für die Wirtschaft ein Riesengeschäft, für Politik und Religion ein Instrument, das mit Kalkül eingesetzt wird.

Wir finden Worte für die Liebe - im Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau im Mai und Juni.

Hinweis: Unser Vertrieb bietet dazu ein vergünstigtes sechswöchiges Digital-Abo für das ePaper sowie unsere iPad- und Android-App an.

Liebesgrüße: Wenn Sie unseren Schwerpunkt lieben, verschicken Sie doch mal Liebesgrüße.

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung