Lima. Im seinem ersten Korruptionsprozess ist der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 70-Jährige, dem noch weitere Korruptionsprozesse bevorstehen, muss außerdem dem Staat umgerechnet rund 700.000 Euro zahlen.
Er hatte seinem Berater Vladimiro Montesinos im Jahre 2000 umgerechnet etwa elf Millionen Euro aus dem Verteidigungsetat gezahlt und dies als "Entschädigung" deklariert. Wie die peruanischen Medien am Dienstag berichteten, will Fujimori das Urteil von Vortag anfechten.
Fujimori hatte während des Prozesses die Transaktion zugegeben, allerdings bekräftigt, dies getan zu haben, um einen Staatsstreich zu vermeiden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich Fujimori sich das Schweigen von Montesinos erkauft, der mit sämtlichen Vorgängen der Fujimori-Regierung (1990-2000) bestens vertraut gewesen sei.
Der frühere Präsident des südamerikanischen Landes ist bereits in einem früheren Verfahren wegen Hausfriedensbruchs zu sechs Jahren und in einem anderen in erster Instanz wegen Mordes und Entführung zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. In dem kommenden Monaten muss sich Fujimori außerdem wegen weiterer Korruptions- und Bestechungsvorwürfe vor Gericht verantworten.
Nach peruanischem Recht muss ein Verurteilter bei mehreren verhängten Haftstrafen nur jeweils die längste absitzen. (dpa)
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