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07. Januar 2013

Politiker auf Twitter: Drei von vier Staatschefs twittern

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Der Papst twittert - und viele Staatschefs aus aller Welt tun es auch. Foto: AFP

Immer mehr Staatschefs entdecken Twitter für sich, um mit dem Volk direkt zu kommunizieren. Nicht nur der Papst twittert - mittlerweile nutzen drei von vier Regierungen den Mikrobloggingdienst, zeigt eine Studie. Die Top 10 der twitternden Staatschefs bergen einige Überraschungen.

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Immer mehr Staatschefs entdecken Twitter für sich, um mit dem Volk direkt zu kommunizieren. Nicht nur der Papst twittert - mittlerweile nutzen drei von vier Regierungen den Mikrobloggingdienst, zeigt eine Studie. Die Top 10 der twitternden Staatschefs bergen einige Überraschungen.

Immer mehr Politiker nutzen Twitter, um mit ihren potentiellen Wählern direkt zu kommunizieren. Jüngstes prominentes Beispiel in Deutschland ist SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der sich auf Twitter den Fragen seiner Follower stellt. Die deutsche Bundesregierung ist durch den Account des Regierungssprechers Steffen Seibert (@RegSprecher) vertreten und auch einige Minister sind auf Twitter aktiv. Nur Kanzlerin Angela Merkel will auch im Wahlkampf 2013 nicht anfangen zu twittern, wie der Spiegel berichtet.

Im Jahr 2012 haben sich viele Politiker aus aller Welt einen Twitter-Account zugelegt. Die unabhängige Denkfabrik Digital Policy Council (DPC) untersucht seit 2009 die Nutzung von Twitter durch Politiker und stellt in der aktuellen Ausgabe der Studie fest: während 2010 nur zwanzig Prozent der Regierungen weltweit auf Twitter vertreten waren, waren es im Dezember 2012 schon 75 Prozent.

Keine Überraschung auf Platz 1 des Rankings

164 Länder von Argentinien bis Vanuatu werden seit 2009 vom DPC unter die Lupe genommen und nach verschiedenen Kriterien bewertet: dabei geht es in erster Linie um die Zahl der Follower, die ein Account hat, aber auch auf die politische Stabilität des Landes wird geachtet. In die Studie fließen nicht nur die Accounts von Regierungschefs ein – manche der Accounts werden ganz allgemein von „der Regierung“ oder einem Regierungssprecher geführt oder – wie der Account von Schweden @sweden – im Rahmen einer so genannten „Rotation Curation“ jede Woche von einem anderen Twitterer.

Nicht überraschend steht der Twitter-Account des US-Präsidenten Barack Obama an erster Stelle des Rankings. Obamas Account veröffentlichte nach der erfolgreichen Wiederwahl des Präsidenten einen Tweet, der häufiger als jeder andere Tweet von den Nutzern retweetet wurde. Insgesamt wurden zur US-Wahl über 31 Millionen Tweets verschickt.

Mit 24.6 Millionen Followern liegt der Account @BarackObama beinahe uneinholbar weit vorne – der zweitplatzierte Hugo Chávez aus Venezuela hat 3,8 Millionen Follower. Deutschland ist mit dem offiziellen Regierungssprecher-Account und knapp 82.000 Followern auf Platz 36 zu finden, knapp hinter der Europäischen Union, die vom Twitter-Account Herman Van Rompuys vertreten wird und vor dem libanesischen Premierminister Najib Mikati.

Südamerika ist vorne dabei

Überraschend viele Regierungen aus Südamerika finden sich unter den zehn Twitter-Accounts mit den meisten Followern – die erste europäische Regierung findet man erst auf Platz 16. Dort steht Frankreichs Präsident François Hollande mit gut 500.000 Followern.

Das Digital Policy Council geht anhand der Wachstumsraten von 2009 bis 2012 davon aus, dass dieses Jahr alle Regierungen weltweit auf Twitter vertreten sein werden – wobei die Frage offen bleibt, nach welchen Kriterien die untersuchten Länder ausgewählt wurden. Die Vereinten Nationen erkennen 194 Staaten an, untersucht wurden vom DPC allerdings nur 164 Staaten.

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