Peter Altmaier, Julia Klöckner, Kristina Schröder und Steffen Seibert: Sie alle haben sich auf Twitter schon einmal kräftig in die Nesseln gesetzt. Der Anlass dafür kann noch so klein sein - etwa ein Tippfehler, der aus "Osama" "Obama" macht oder auch ein zu früh verschickter Tweet, der die Wahl eines neuen Bundespräsidenten bestätigt, bevor das Wahlergebnis offiziell ist. Politiker stehen im Blickpunkt - gerade auch auf Twitter.
Um ihrem Chef diese Art von Peinlichkeiten zu ersparen, haben seine Mitarbeiter FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (60) das Twittern verboten. Kubicki sei zu impulsiv um sich im Web 2.0 zu betätigen. „Facebook und Twitter haben mir meine Mitarbeiter untersagt, weil ich sehr schnell reagiere und sie das dann nicht mehr kontrollieren können“, sagte Kubicki Studenten der Universität Tübingen in einem Interview.
Seit September 2011 nutzt Peter Altmaier (CDU) Twitter. Anfang 2012 äußerte er sich auf Twitter zu der sich zuspitzenden Debatte um den damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff - obwohl die Kanzlerin eigentlich um Zurückhaltung gebeten hatte: "Wünsche mir, dass Christian seine Anwälte an die Leine legt und die Fragen/Antworten ins Netz stellt", twitterte er. Später bezeichnete Altmaier, der damals parlamentarischer Geschäftsführer der CDU war, seinen Tweet selbst als zu salopp und unsachlich.
Kubicki will sich den Mund allerdings nur auf Sozialen Netzwerken verbieten lassen und nicht auf seine bissigen Kommentare und Provokationen, für die er bekannt ist, verzichten: „Ich habe noch immer Spaß an pointierten Formulierungen“, betonte er. „Wenn jemand sagt, er wolle auf „Showeffekte à la Kubicki“ verzichten, versucht er doch nur zu erklären, warum ihn die Öffentlichkeit bisher nicht wahrgenommen hat.“ (fr mit dpa)
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